Difference between revisions of "Gustav Renker"

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<nowiki>*</nowiki> 12.10.1889 Zürich, † 23.7.1967 Langnau BE.  
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<nowiki>*</nowiki> 12.10.1889 Wien, † 23.7.1967 Langnau BE.  
  
R. wuchs in Zürich auf, später Umzug ins österreichische Bodensdorf. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Villach (Kärnten) für kurze Zeit Student an der Bergakademie Leoben, dann Studium der Musikgeschichte an der Universität Wien, gleichzeitig Kapellmeisterkurs am Konservatorium Wien. Nach der Promotion 1914–16 Kapellmeister an der Wiener Volksoper, am Opernhaus Graz und in Nürnberg; in dieser Zeit komponierte R. auch Opern und Lieder. 1919–29 Mitarbeiter und Redaktor des "Berner Tagblatts" sowie schlesischer, österreichischer und Hamburger Zeitungen. Er lebte in Wien, Hamburg und Bern und zog sich 1929 als freier Schriftsteller nach Kärnten zurück. 1931 Rückkehr in die Schweiz, wo R. bis 1945 Chefredaktor des "Emmenthaler Blatts" in Langnau war. 1947–49 Feuilletonredaktor (vor allem Opernkritiker) beim Berner "Bund", dann fester Mitarbeiter (Kürzel: G. R.). Berner Theaterkorrespondent der "National-Zeitung" Basel (Kürzel: gre.). Verfasser einiger Theaterstücke: "Berner Revue" (Uraufführung 1926, →[[Theater National, Bern BE|Theater National Bern)]]; "Klaus Leuenberger" (Uraufführung 1933, Dramatischer Verein Langnau); "Kind, darfst du leben?"(1940); "Zwei Mal um Mitternacht" (Kriminalstück, Uraufführung 10.2.1947, →[[Theater Biel Solothurn – Théâtre Bienne Soleure, Biel/Bienne BE, Solothurn SO|Städtebundtheater Biel-Solothurn]]); "Kraftwerk St. Ägid" (Uraufführung 1948 in einer Mundartfassung von Guggi durch das →[[Theater St. Gallen, St. Gallen SG|Stadttheater St. Gallen]] am →[[Kurtheater Baden, Baden AG|Kurtheater Baden]]); "Die Uhr von St-Pierre" (Kriminalstück, Uraufführung 15.3.1949, Städtebundtheater Biel-Solothurn). R. war Bergsteiger (35 Erstbesteigungen) und Autor von viel gelesenen Berg- und Heimatromanen, die meist in der österreichischen Bergwelt spielen, von Landschaftsschilderungen, Tiererzählungen, musikalischen Schriften sowie fantastischen Erzählungen.  
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R. wuchs in Wien auf, später Umzug ins österreichische Bodensdorf. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Villach (Kärnten) für kurze Zeit Student an der Bergakademie Leoben, dann Studium der Musikgeschichte an der Universität Wien, gleichzeitig Kapellmeisterkurs am Konservatorium Wien. Nach der Promotion 1914–16 Kapellmeister an der Wiener Volksoper, am Opernhaus Graz und in Nürnberg; in dieser Zeit komponierte R. auch Opern und Lieder. 1919–29 Mitarbeiter und Redaktor des "Berner Tagblatts" sowie schlesischer, österreichischer und Hamburger Zeitungen. Er lebte in Wien, Hamburg und Bern und zog sich 1929 als freier Schriftsteller nach Kärnten zurück. 1931 Rückkehr in die Schweiz, wo R. bis 1945 Chefredaktor des "Emmenthaler Blatts" in Langnau war. 1947–49 Feuilletonredaktor (vor allem Opernkritiker) beim Berner "Bund", dann fester Mitarbeiter (Kürzel: G. R.). Berner Theaterkorrespondent der "National-Zeitung" Basel (Kürzel: gre.). Verfasser einiger Theaterstücke: "Berner Revue" (Uraufführung 1926, →[[Theater National, Bern BE|Theater National Bern)]]; "Klaus Leuenberger" (Uraufführung 1933, Dramatischer Verein Langnau); "Kind, darfst du leben?"(1940); "Zwei Mal um Mitternacht" (Kriminalstück, Uraufführung 10.2.1947, →[[Theater Biel Solothurn – Théâtre Bienne Soleure, Biel/Bienne BE, Solothurn SO|Städtebundtheater Biel-Solothurn]]); "Kraftwerk St. Ägid" (Uraufführung 1948 in einer Mundartfassung von Guggi durch das →[[Theater St. Gallen, St. Gallen SG|Stadttheater St. Gallen]] am →[[Kurtheater Baden, Baden AG|Kurtheater Baden]]); "Die Uhr von St-Pierre" (Kriminalstück, Uraufführung 15.3.1949, Städtebundtheater Biel-Solothurn). R. war Bergsteiger (35 Erstbesteigungen) und Autor von viel gelesenen Berg- und Heimatromanen, die meist in der österreichischen Bergwelt spielen, von Landschaftsschilderungen, Tiererzählungen, musikalischen Schriften sowie fantastischen Erzählungen.  
  
 
== Auszeichnungen ==
 
== Auszeichnungen ==

Revision as of 07:51, 9 June 2016

* 12.10.1889 Wien, † 23.7.1967 Langnau BE.

R. wuchs in Wien auf, später Umzug ins österreichische Bodensdorf. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Villach (Kärnten) für kurze Zeit Student an der Bergakademie Leoben, dann Studium der Musikgeschichte an der Universität Wien, gleichzeitig Kapellmeisterkurs am Konservatorium Wien. Nach der Promotion 1914–16 Kapellmeister an der Wiener Volksoper, am Opernhaus Graz und in Nürnberg; in dieser Zeit komponierte R. auch Opern und Lieder. 1919–29 Mitarbeiter und Redaktor des "Berner Tagblatts" sowie schlesischer, österreichischer und Hamburger Zeitungen. Er lebte in Wien, Hamburg und Bern und zog sich 1929 als freier Schriftsteller nach Kärnten zurück. 1931 Rückkehr in die Schweiz, wo R. bis 1945 Chefredaktor des "Emmenthaler Blatts" in Langnau war. 1947–49 Feuilletonredaktor (vor allem Opernkritiker) beim Berner "Bund", dann fester Mitarbeiter (Kürzel: G. R.). Berner Theaterkorrespondent der "National-Zeitung" Basel (Kürzel: gre.). Verfasser einiger Theaterstücke: "Berner Revue" (Uraufführung 1926, →Theater National Bern); "Klaus Leuenberger" (Uraufführung 1933, Dramatischer Verein Langnau); "Kind, darfst du leben?"(1940); "Zwei Mal um Mitternacht" (Kriminalstück, Uraufführung 10.2.1947, →Städtebundtheater Biel-Solothurn); "Kraftwerk St. Ägid" (Uraufführung 1948 in einer Mundartfassung von Guggi durch das →Stadttheater St. Gallen am →Kurtheater Baden); "Die Uhr von St-Pierre" (Kriminalstück, Uraufführung 15.3.1949, Städtebundtheater Biel-Solothurn). R. war Bergsteiger (35 Erstbesteigungen) und Autor von viel gelesenen Berg- und Heimatromanen, die meist in der österreichischen Bergwelt spielen, von Landschaftsschilderungen, Tiererzählungen, musikalischen Schriften sowie fantastischen Erzählungen.

Auszeichnungen

mehrere Preise für sein literarisches Werk, unter anderem

  • 1935 Ehrengabe der Schweizerischen Schillerstiftung,
  • 1946 Literaturpreis der Stadt Bern.


Autor: Tobias Hoffmann-Allenspach



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Hoffmann-Allenspach, Tobias: Gustav Renker, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1480–1481.