Difference between revisions of "Peter Straka"

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<nowiki>*</nowiki> 22.2.1950 Gottwaldov (Zlín, heute: CZ). ∞ I. Ursula Volbeding, Sängerin.  
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Gesangsstudien an den Konservatorien von Brno und Düsseldorf (bei William Pearson), an der Musikhochschule Köln (bei Ellen Bosenius und Dietger Jacob) sowie 1976–77 am →[[Internationales Opernstudio, Zürich ZH|Internationalen Opernstudio Zürich]]. Engagements 1977–78 und wiederum seit 1979 am →[[Opernhaus Zürich, Zürich ZH|Opernhaus Zürich]], 1978–79 am →[[Theater St. Gallen, St. Gallen SG|Stadttheater St. Gallen]]. Eine seiner ersten Rollen in Zürich – noch als Mitglied des Opernstudios – war der zweite Soldat in Monteverdis "L’incoronazione di Poppea". Nachdem er am Stadttheater St. Gallen unter anderem als Kudrjasch in Janáčeks "Katja Kabanowa" und Idamante in Mozarts "Idomeneo" aufgetreten war, übernahm S. am Opernhaus Zürich bald grössere Partien für Spiel- und lyrischen Tenor: neben Jaquino in Beethovens "Fidelio", Peter Iwanow in Lortzings "Zar und Zimmermann" oder Steuermann in →[[Richard Wagner]]s "Der fliegende Holländer" auch Nemorino in Donizettis "L’elisir d’amore" und Guglielmo Antolstoinolonoff in dessen "Viva la Mamma", Stewa Buryja in Janáčeks "Jenufa", Camille de Rosillon in Lehárs "Die lustige Witwe", Fenton in Nicolais "Die lustigen Weiber von Windsor", Hans in Smetanas "Die verkaufte Braut", Alfred in Johann Strauß’ "Die Fledermaus" und Narraboth in Richard Strauss’ "Salome". Erste Gastauftritte hatte er als Nemorino (1983) und Cassio in Verdis "Otello" (1985) am →[[Stadttheater Bern, Bern BE|Stadttheater Bern]], als Fileno in Haydns "La fedeltà premiata" (1986) und Tamino in Mozarts "Die Zauberflöte" (1986) am →[[Theater Basel, Basel BS|Stadttheater Basel]]. 1984 sang er die Titelpartie in Monteverdis "L’Orfeo" in Graz und bei den Festspielen in Split, Rodolfo in Puccinis "La Bohème" an der Komischen Oper Berlin und an der Volks­oper Wien, Steuermann am Teatro Massimo Palermo sowie Stewa Buryja in Marseille. Zu Beginn der neunziger Jahre gelang S. der Übergang ins Fach des jugendlichen Heldentenors. Am Opernhaus Zürich stand er nun unter anderem als Florestan in Beethovens "Fidelio", Alwa in Bergs "Lulu", Prinz in Dvořáks "Rusalka", Bogdan Sobinin in Glinkas "Ein Leben für den Zaren", Laca Klemeń und Boris in Janáčeks "Jenufa" beziehungsweise "Katja Kabanowa", Tito in Mozarts "La clemenza di Tito", Graf Elemer in Richard Strauss’ "Arabella", Titelheld in Strawinskys "Oedipus Rex" und Erik in Wagners "Der fliegende Holländer" auf der Bühne. Gastverpflichtungen an bedeutenden Opernhäusern, unter anderem in Amsterdam (beispielsweise 1998 Siegmund in Wagners "Die Walküre"), Barcelona, an der Staatsoper Berlin, in Frankfurt am Main, Hamburg, an der Covent Garden Opera London (Florestan), an der Mailänder Scala (2000 Tambourmajor in Bergs "Wozzeck"), an der Bayerischen Staatsoper München (unter anderem Mazal in Janáčeks "Die Ausflüge des Herrn Brouček"), an der Metropolitan Opera New York (1999 Boris), an der Opéra Bastille Paris (Erik und Boris), am Théâtre de Châtelet Paris (unter anderem 1994 Loge in Wagners "Das Rheingold") sowie bei den Salzburger Festspielen (1993 Lucano in Monteverdis "L’incoronazione di Poppea"). Mitwirkung als Trofimow in der Uraufführung von →[[Rudolf Kelterborn]]s "Der Kirschgarten" (1984 in Zürich, Regie: Nikolaus Lehnhoff, musikalische Leitung: →[[Ralf Weikert]]). Internationale Verpflichtungen als Konzertsänger. Verschiedene Operngesamtaufnahmen (Berg, Dvořák, Janáček, Monteverdi).
 
Gesangsstudien an den Konservatorien von Brno und Düsseldorf (bei William Pearson), an der Musikhochschule Köln (bei Ellen Bosenius und Dietger Jacob) sowie 1976–77 am →[[Internationales Opernstudio, Zürich ZH|Internationalen Opernstudio Zürich]]. Engagements 1977–78 und wiederum seit 1979 am →[[Opernhaus Zürich, Zürich ZH|Opernhaus Zürich]], 1978–79 am →[[Theater St. Gallen, St. Gallen SG|Stadttheater St. Gallen]]. Eine seiner ersten Rollen in Zürich – noch als Mitglied des Opernstudios – war der zweite Soldat in Monteverdis "L’incoronazione di Poppea". Nachdem er am Stadttheater St. Gallen unter anderem als Kudrjasch in Janáčeks "Katja Kabanowa" und Idamante in Mozarts "Idomeneo" aufgetreten war, übernahm S. am Opernhaus Zürich bald grössere Partien für Spiel- und lyrischen Tenor: neben Jaquino in Beethovens "Fidelio", Peter Iwanow in Lortzings "Zar und Zimmermann" oder Steuermann in →[[Richard Wagner]]s "Der fliegende Holländer" auch Nemorino in Donizettis "L’elisir d’amore" und Guglielmo Antolstoinolonoff in dessen "Viva la Mamma", Stewa Buryja in Janáčeks "Jenufa", Camille de Rosillon in Lehárs "Die lustige Witwe", Fenton in Nicolais "Die lustigen Weiber von Windsor", Hans in Smetanas "Die verkaufte Braut", Alfred in Johann Strauß’ "Die Fledermaus" und Narraboth in Richard Strauss’ "Salome". Erste Gastauftritte hatte er als Nemorino (1983) und Cassio in Verdis "Otello" (1985) am →[[Stadttheater Bern, Bern BE|Stadttheater Bern]], als Fileno in Haydns "La fedeltà premiata" (1986) und Tamino in Mozarts "Die Zauberflöte" (1986) am →[[Theater Basel, Basel BS|Stadttheater Basel]]. 1984 sang er die Titelpartie in Monteverdis "L’Orfeo" in Graz und bei den Festspielen in Split, Rodolfo in Puccinis "La Bohème" an der Komischen Oper Berlin und an der Volks­oper Wien, Steuermann am Teatro Massimo Palermo sowie Stewa Buryja in Marseille. Zu Beginn der neunziger Jahre gelang S. der Übergang ins Fach des jugendlichen Heldentenors. Am Opernhaus Zürich stand er nun unter anderem als Florestan in Beethovens "Fidelio", Alwa in Bergs "Lulu", Prinz in Dvořáks "Rusalka", Bogdan Sobinin in Glinkas "Ein Leben für den Zaren", Laca Klemeń und Boris in Janáčeks "Jenufa" beziehungsweise "Katja Kabanowa", Tito in Mozarts "La clemenza di Tito", Graf Elemer in Richard Strauss’ "Arabella", Titelheld in Strawinskys "Oedipus Rex" und Erik in Wagners "Der fliegende Holländer" auf der Bühne. Gastverpflichtungen an bedeutenden Opernhäusern, unter anderem in Amsterdam (beispielsweise 1998 Siegmund in Wagners "Die Walküre"), Barcelona, an der Staatsoper Berlin, in Frankfurt am Main, Hamburg, an der Covent Garden Opera London (Florestan), an der Mailänder Scala (2000 Tambourmajor in Bergs "Wozzeck"), an der Bayerischen Staatsoper München (unter anderem Mazal in Janáčeks "Die Ausflüge des Herrn Brouček"), an der Metropolitan Opera New York (1999 Boris), an der Opéra Bastille Paris (Erik und Boris), am Théâtre de Châtelet Paris (unter anderem 1994 Loge in Wagners "Das Rheingold") sowie bei den Salzburger Festspielen (1993 Lucano in Monteverdis "L’incoronazione di Poppea"). Mitwirkung als Trofimow in der Uraufführung von →[[Rudolf Kelterborn]]s "Der Kirschgarten" (1984 in Zürich, Regie: Nikolaus Lehnhoff, musikalische Leitung: →[[Ralf Weikert]]). Internationale Verpflichtungen als Konzertsänger. Verschiedene Operngesamtaufnahmen (Berg, Dvořák, Janáček, Monteverdi).

Latest revision as of 11:43, 3 April 2017

* 22.2.1950 Gottwaldov (Zlín, heute: CZ).

Gesangsstudien an den Konservatorien von Brno und Düsseldorf (bei William Pearson), an der Musikhochschule Köln (bei Ellen Bosenius und Dietger Jacob) sowie 1976–77 am →Internationalen Opernstudio Zürich. Engagements 1977–78 und wiederum seit 1979 am →Opernhaus Zürich, 1978–79 am →Stadttheater St. Gallen. Eine seiner ersten Rollen in Zürich – noch als Mitglied des Opernstudios – war der zweite Soldat in Monteverdis "L’incoronazione di Poppea". Nachdem er am Stadttheater St. Gallen unter anderem als Kudrjasch in Janáčeks "Katja Kabanowa" und Idamante in Mozarts "Idomeneo" aufgetreten war, übernahm S. am Opernhaus Zürich bald grössere Partien für Spiel- und lyrischen Tenor: neben Jaquino in Beethovens "Fidelio", Peter Iwanow in Lortzings "Zar und Zimmermann" oder Steuermann in →Richard Wagners "Der fliegende Holländer" auch Nemorino in Donizettis "L’elisir d’amore" und Guglielmo Antolstoinolonoff in dessen "Viva la Mamma", Stewa Buryja in Janáčeks "Jenufa", Camille de Rosillon in Lehárs "Die lustige Witwe", Fenton in Nicolais "Die lustigen Weiber von Windsor", Hans in Smetanas "Die verkaufte Braut", Alfred in Johann Strauß’ "Die Fledermaus" und Narraboth in Richard Strauss’ "Salome". Erste Gastauftritte hatte er als Nemorino (1983) und Cassio in Verdis "Otello" (1985) am →Stadttheater Bern, als Fileno in Haydns "La fedeltà premiata" (1986) und Tamino in Mozarts "Die Zauberflöte" (1986) am →Stadttheater Basel. 1984 sang er die Titelpartie in Monteverdis "L’Orfeo" in Graz und bei den Festspielen in Split, Rodolfo in Puccinis "La Bohème" an der Komischen Oper Berlin und an der Volks­oper Wien, Steuermann am Teatro Massimo Palermo sowie Stewa Buryja in Marseille. Zu Beginn der neunziger Jahre gelang S. der Übergang ins Fach des jugendlichen Heldentenors. Am Opernhaus Zürich stand er nun unter anderem als Florestan in Beethovens "Fidelio", Alwa in Bergs "Lulu", Prinz in Dvořáks "Rusalka", Bogdan Sobinin in Glinkas "Ein Leben für den Zaren", Laca Klemeń und Boris in Janáčeks "Jenufa" beziehungsweise "Katja Kabanowa", Tito in Mozarts "La clemenza di Tito", Graf Elemer in Richard Strauss’ "Arabella", Titelheld in Strawinskys "Oedipus Rex" und Erik in Wagners "Der fliegende Holländer" auf der Bühne. Gastverpflichtungen an bedeutenden Opernhäusern, unter anderem in Amsterdam (beispielsweise 1998 Siegmund in Wagners "Die Walküre"), Barcelona, an der Staatsoper Berlin, in Frankfurt am Main, Hamburg, an der Covent Garden Opera London (Florestan), an der Mailänder Scala (2000 Tambourmajor in Bergs "Wozzeck"), an der Bayerischen Staatsoper München (unter anderem Mazal in Janáčeks "Die Ausflüge des Herrn Brouček"), an der Metropolitan Opera New York (1999 Boris), an der Opéra Bastille Paris (Erik und Boris), am Théâtre de Châtelet Paris (unter anderem 1994 Loge in Wagners "Das Rheingold") sowie bei den Salzburger Festspielen (1993 Lucano in Monteverdis "L’incoronazione di Poppea"). Mitwirkung als Trofimow in der Uraufführung von →Rudolf Kelterborns "Der Kirschgarten" (1984 in Zürich, Regie: Nikolaus Lehnhoff, musikalische Leitung: →Ralf Weikert). Internationale Verpflichtungen als Konzertsänger. Verschiedene Operngesamtaufnahmen (Berg, Dvořák, Janáček, Monteverdi).



Autor: Paul Suter