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Redaktion / rédaction / redazione

Projektleitung und Herausgeber: Prof. Dr. Andreas Kotte

Chefredaktion: Dr. Simone Gojan, Dr. Thomas Blubacher

rédaction romande: Joël Aguet

redazione italiana: Dr. Pierre Lepori

Leitung der deutschsprachigen Redaktion: Tanja Stenzl

Redaktorinnen und Redaktoren für die deutschsprachige Schweiz: Sara Baumann, Reto Caluori, Nina Debrunner, Beate Schappach, Christine Wyss

Bildredaktion: Frank Gerber

Rédactrices et rédacteurs chargés de la révision des notices romandes: Anne Davier, Jorge Gajardo Muñoz, Christine Klaus, François Marin, Mylène Richard


Wissenschaftlicher Beirat / Conseil scientifique / Comitato scientifico / Cussegliers scientifics

  • Pier-Giorgio Conti, Bern
  • Doris Jakubec, Lausanne
  • Clà Riatsch, Zürich
  • Roland Ris, Zürich / Bern
  • Martin Stern, Basel


Vorwort

Theaterlexika gibt es in allen an die Schweiz angrenzenden Ländern, in jedem Land mehrere und diese meist in mehreren Auflagen und erweiterten Ausgaben. Im Land der wohl höchsten Dichte von Theateraktivitäten in Europa jedoch existierte kein Vorgängerwerk, das man hätte überarbeiten und verbessern können. Es bedurfte der Gründung des Instituts für Theaterwissenschaft (ITW) im Jahre 1992, um Forschung zu initiieren, die nun diesen Auftakt ermöglicht. Viele kritische Leserinnen und Leser werden an der Vervollkommnung teilhaben, wenn sie das Werk über mehrere Auflagen vom Debüt zur Meisterschaft begleiten. Die Mehrsprachigkeit und der ungewöhnliche Umfang resultieren aus der schweizerischen Thea­tergeschichte und aus dem am ITW Bern vertretenen weiten Theaterbegriff. Die verschiedenen Theaterformen entwickelten sich in den vier Sprachregionen gesondert, meist in der Spannung zwischen regionaler Identität und dem Bezug auf die Kulturen der Nachbarländer gleicher Sprache. Deshalb bildet das heutige Territorium der Schweiz den Ausgangspunkt, aber die Arbeit von Schweizerinnen und Schweizern im Ausland und Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz wird berücksichtigt. Der Zeitrahmen spannt sich von den Anfängen über einen Schwerpunkt im 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart. In den über 3’600 Artikeln werden Personen, Gruppen, Ensembles, Spielstätten und Institutionen unterschiedlichster Theaterformen wie Stadttheater, Freie Szene, Amateur- und Volkstheater, Kinder- und Jugendtheater, Figuren- und Puppentheater, Musiktheater und Tanztheater erfasst. Dramatik, Schauspielmusik, Bühnenbild, Theaterkritik und weitere Bereiche des Theaterwesens werden einbezogen. Sachartikel erläutern unter anderem wichtige theatrale Ereignisse in der Schweiz; Artikel zu Institutionen und Verbänden ergänzen das Gesamtbild. Ein Grossteil des Materials konnte in der Schweizerischen Theatersammlung in Bern erschlossen werden, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank gebührt. Ohne die breit gefächert organisatorische, anleitende und konzeptionell gestaltende Tätigkeit der Chefredaktion, bestehend aus Thomas Blubacher und Simone Gojan, sowie den unermüdlichen Einsatz der Leiter der französisch- und italienischsprachigen Redaktionen, Joël Aguet und Pierre Lepori, die mit jedem Artikel Neuland betraten, wäre das Theaterlexikon nicht entstanden. Der Wissenschaftliche Beirat wirkte über den gesamten Projektzeitraum tatkräftig an der Klärung inhaltlicher Probleme mit, vertrat das Vorhaben nach aussen und ermöglichte den Brückenschlag zu anderen Universitäten. Das Werk wurde über acht Jahre ausschliesslich aus Drittmitteln finanziert, die kontinuierlich eingeworben werden mussten. Wir danken allen Geldgebern dafür, dass sie sich immer wieder von der Notwendigkeit und Güte des Projekts überzeugen liessen und unsere Arbeit mit ihrem Vertrauen belohnten. Den über 230 Autorinnen und Autoren aus allen Sprachgebieten sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Theaterlexikons der Schweiz ist es zu verdanken, dass die schweizerische Theaterentwicklung, in ihrer ganzen Breite und Vielfalt dokumentiert, in diesem Lexikon als ein lebendiger Organismus sichtbar wird.

Bern, im Juli 2005

Andreas Kotte


Hinweise zur Nutzung des Theaterlexikons der Schweiz (TLS)

Auswahl der Lemmata Die Arbeit am Theaterlexikon der Schweiz (TLS) begann mit der Erstellung einer Datenbank zum Schweizer Theater, der konzeptuellen Planung und der Suche nach geeigneten Autorinnen und Autoren. Die über 9’500 Einträge in der Datenbank, die das Theaterschaffen der deutschsprachigen Schweiz betreffen, lieferte die Basis für die Evaluation der Artikel. An der Erhebung möglicher Lemmata und der Evaluation der Einträge der Datenbank waren rund achtzig wissenschaftlich, publizistisch und theaterpraktisch Tätige beteiligt, die zu einem Grossteil später auch als Autorinnen und Autoren des TLS mitwirkten. Fachgruppen für einzelne Bereiche und Regionen nahmen ihre Arbeit auf, beispielsweise evaluierte eine Gruppe die Tanzlemmata, eine weitere das Puppen- und Figurentheater und eine schlug die zu integrierenden Amateurtheater vor. Mehrere Personen halfen bei der Auswahl der Mitglieder und Gruppen der freien Szene mit, andere diskutierten über die definitive Aufnahme der Theatereinträge. Dabei folgten sie einer von der Redaktion vorgegebenen Quotierung und den im weiteren erklärten Auswahlkriterien. Die Hauptevaluation der deutschsprachigen Redaktion wurde im Laufe des Jahres 1998 abgeschlossen. Nachevaluationen über diesen Termin hinaus ermöglichten es, auch jüngere Kräfte beziehungsweise neu gegründete Theatergruppen, die erst Mitte/Ende der neunziger Jahre in der Deutschschweiz Bekanntheit erlangten, aufzunehmen.

Personenartikel Grundbedingung für die Evaluation der Theaterschaffenden aller Sparten war eine mindestens fünfjährige professionelle Bühnentätigkeit in der Schweiz. Zudem waren weitere Faktoren bestimmend: Zugehörigkeit zu einer Epoche, einer Sprachregion, einer Sparte, einer Theaterform sowie Qualität und Besonderheit der Arbeit mussten berücksichtigt werden. In der Branche bekannte Auslandschweizer und -schweizerinnen, die nicht in der Schweiz bühnentätig waren / sind, integrierte man als prominente Ausnahmen in das Theaterlexikon der Schweiz.

Theaterartikel Aufgenommen wurden langjährig tätige professionelle Theater/Gruppen aller Sparten sowie eine gewisse Anzahl von Amateurtheatergruppen. Unterschieden wurde zwischen eigenproduzierenden Theatern und Gruppen und Gastspielbetrieben sowie Mischformen. Theater sowie Gruppen können über eigene Spielstätten verfügen oder Theaterräume bespielen oder als Tourneetheater fungieren. Die freie Szene hat ebenso Eingang in das TLS gefunden wie die etablierten Theater. Auch hier spielten Faktoren wie Zugehörigkeit zu einer Sparte, einer Theaterform sowie Qualität und Besonderheit der Arbeit bei der Evaluation eine Rolle. Einige wenige Theaterschaffende haben uns gebeten, keinen Eintrag über sie im TLS zu veröffentlichen, was wir respektierten, über andere Personen und Gruppen konnten wir im gegebenen Zeitrahmen und mit den vorhandenen finanziellen Ressourcen leider keine Artikel mehr verfassen, was wir bedauern. Im Rahmen dieses Lexikons waren nicht alle Desiderate zu klären. Materialien zu Personen, Gruppen und Theatern, die keinen Eintrag mehr in der Druckfassung des TLS erhielten, sind über eine umfangreiche Datenbank im ITW Bern zugänglich. Die Aufarbeitung muss der weiteren Forschung überlassen bleiben.

Rätoromanische Beiträge Das TLS enthält rund siebzig rätoromanische Beiträge, die von einer Evaluationsgruppe unter Federführung von Clà Riatsch ausgewählt wurden. Die Autorinnen und Autoren, die fast alle aus dem rätoromanischen Sprachraum stammen, verfassten ihre Artikel auf Deutsch, um die redaktionelle Bearbeitung durch die deutschsprachige Redaktion zu gewährleisten. Die Lia Rumantscha übersetzte die endredigierten und mit dem Gut-zum-Druck versehenen Versionen. Die deutschen und rätoromanischen Fassungen der Artikel wurden nochmals von den Autorinnen und Autoren, Clà Riatsch und einem Korrektor begutachtet, bevor sie endgültig Eingang in die Druckversion fanden. Unser herzlicher Dank gilt allen Mitarbeitenden und der Lia Rumantscha, ohne deren Hilfe dies nicht zu realisieren gewesen wäre.

Suche Die Suchfunktion ermöglicht sowohl die Suche nach einzelnen Artikeln als auch eine Volltextsuche in allen Einträgen. Sollten Probleme bei der Suche nach Namen mit Akzenten oder Sonderzeichen auftreten, geben Sie die entsprechenden Begriffe ohne Akzente bzw. Sonderzeichen ein.

Artikelaufbau Die Kunst der Theaterschaffenden bietet der Dokumentation Widerstand und fordert vielleicht gerade deshalb dazu heraus, Faszination und Einmaligkeit in Worte zu fassen und auf Papier zu bannen. Das TLS mit seinen über 3’000 Personeneinträgen folgt diesem Anspruch. Die für alle Artikel gewählte Ausführlichkeit entspricht dem Wunsch, Entwicklungslinien, Schritte im Lebensweg, Weiterentwicklungen im Rollenprofil der Theaterschaffenden zu dokumentieren und detailliert Auskunft geben zu können über die Stationen der bisherigen Arbeit sowie die Situierung und Bedeutung derselben innerhalb des Theatergefüges. Wo immer möglich, wurden die Daten durch Beschreibungen und Charakterisierungen ergänzt. Literatur wurde nur angeführt, wenn sie der substantiellen Erweiterung der bereits im Artikel vorkommenden Fakten diente.

Redaktionskriterien Alle Artikel wurden am ITW Bern redigiert. Für einzelne Sparten, Sprachregionen und Theaterformen unterstützten externe Fachredaktorinnen und -redaktoren die Redaktion. Projektleitung, Chefredaktion und Leitung der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Redaktionen haben redaktionelle Richtlinien erarbeitet, die für alle Artikelgruppen aller Sprachregionen gelten. Die Gepflogenheiten einzelner Sprachregionen waren – wo notwendig und sinnvoll – zu berücksichtigen, zum Beispiel werden die Literaturangaben, die generell sehr knapp gehalten sind, nach den jeweils üblichen Regeln zitiert. Die redaktionelle Bearbeitung erfolgte nach vier Gesichtspunkten: Fakten: Die Redaktion überprüfte die Daten auf faktische Korrektheit. Form: Die Redaktion überprüfte die korrekte formale Nennung der Daten. Inhalt: Die Redaktion überprüfte die Nennung und Gewichtung der Daten innerhalb des Artikels, und sie ergänzte, reduzierte oder eliminierte gegebenenfalls Daten. Struktur: Die Redaktion konnte die Struktur des Artikels verändern, falls grössere inhaltliche Änderungen und/oder bessere Verständlichkeit diesen Schritt notwendig machten. Einige wenige Personen- und Theaterartikel sind mit Red. gekennzeichnet. In diesen Fällen hat das Redaktionsteam die Beiträge mit dem bereits vorhandenen Material verfasst, ohne grössere Recherchearbeiten zu leisten. Es kommt daher vor, dass in diesen Beiträgen beispielsweise die Geburtsdaten oder -orte nicht aufgeführt sind oder andere Rubriken, wie Literatur, Auszeichnungen und Spielstätte nicht vollständig sind.

Formalia Dieses Lexikon weist gegenüber anderen seiner Art einige Besonderheiten auf, die unter anderem der Viersprachigkeit geschuldet sind. So hat sich das Redaktionsteam entschieden, auf Abkürzungen zu verzichten, um die Verständlichkeit zu erhöhen. Nur Landes- und Kantonsbezeichnungen und im TLS enthaltene Institutionen und Vereinigungen, deren Namen in den jeweiligen Artikeln aufgeschlüsselt werden, kommen abgekürzt vor.

Verweise Die Verweisstruktur des TLS gewährleistet die Vernetzung der einzelnen Beiträge. So lassen sich beispielsweise anhand der Theaterartikel und der jeweiligen Artikel zu Direktoren und Direktorinnen, musikalischen Leitern und Dirigentinnen, Ballettmeistern und -meisterinnen sowie Ensemblemitgliedern einzelne Zeitabschnitte des Theaterschaffens einer Stadt oder einer Region rekonstruieren. Normalerweise ergänzen sich diese Angaben; nur bei wenigen Einträgen (Künstlerpaare) wird die gemeinsame Theaterarbeit jeweils in beiden Artikeln fast wörtlich wiedergegeben. Personen werden bei der ersten Nennung innerhalb eines Artikels immer auch mit dem Vornamen genannt, wenn sie einen Eintrag im TLS erhalten haben: Es folgen auf den Verweispfeil der Vor- und Nachname. In den Rubriken Literatur, Spielstätte und Nachlass setzte die Redaktion keine Verweispfeile. Daher erhielt die Schweizerische Theatersammlung in Bern nur bei einer Nennung innerhalb des normalen Textkörpers eines Artikels einen Verweispfeil.

Schreibweisen Vornamen von Dramatikerinnen und Dramatikern innerhalb der Artikel konnten genannt werden, wenn es sich um nicht in gängigen Lexika eruierbare Personen handelte oder der Nachname allein nicht zur korrekten Identifizierung ausreichte. Eine Vereinheitlichung wurde angestrebt, aber nicht in jedem Falle erreicht. Vereinheitlicht sind dagegen die Schreibungen der Namen von Autorinnen und Autoren innerhalb jeder Sprachredaktion. So entschied die deutschsprachige Redaktion, Tschechow zu schreiben, ausser das Programmheft der jeweiligen Inszenierung wies explizit die Urban-Übersetzung aus. Dann übernahm sie die Schreibweise Čechov. Stücktitel und Rollennamen folgen – falls eruierbar – immer der Schreibung des Programmhefts, angeglichen an die Gepflogenheit und geltenden Regeln der jeweiligen Sprache. Offensichtliche Fehler im Programmheft wurden korrigiert. Grafische Besonderheiten in Theaternamen oder in Stücktiteln dagegen wurden nicht übernommen. Daher wählte man die Schreibweise «Zürcher Theaterspektakel» und nicht «Zürcher Theater Spektakel» und «Berner Puppentheater», nicht «Berner Puppen Theater». Wenn möglich wurden immer die männlichen und die weiblichen Berufsbezeichnungen verwendet; nur in Passagen mit aufzählendem Charakter oder um Schwerfälligkeiten zu vermeiden, wich man von diesem Prinzip ab.

Personenartikel Geburts- und Sterbedaten konnten meist über Quellen abgesichert werden. Trotzdem war es nicht in jedem Fall möglich, die Daten zu veri­­fizieren. Verwandte sowie Ehefrauen und -männer wurden nur aufgenommen, wenn sie ebenfalls bühnentätig waren oder wenn deren Beruf beziehungsweise Stellung für die Bühnenkarriere des Lemmas relevant war. Die Trennung beziehungsweise Scheidung von einem Ehepartner wurde nicht extra gekennzeichnet. Die Engagementsdaten wurden in erster Linie über die Repertorien der Schweizer Theater in der Schweizerischen Theatersammlung in Bern ermittelt und mit den Deutschen Bühnenjahrbüchern abgeglichen beziehungsweise ergänzt. Angegeben werden in der Regel Spielzeiten, nicht Jahre. Im Text vorkommende Theaterproduktio­nen werden mit ihrer nachweisbar ersten Auf­führung genannt; die Laufzeit der Stücke ist nur in Ausnahmefällen erwähnt. Die Jahreszahlen bei Filmtiteln geben – falls eruierbar – die Daten der Erstaufführung an. Preise und Auszeichnungen werden häufig nur in einer Auswahl präsentiert. Schwierigkeiten ergaben sich bei der genauen Fixierung der Jahreszahl, da manchmal nicht eindeutig geklärt werden konnte, ob sie tatsächlich das Jahr der Verleihung wiedergibt.

Theaterartikel Die Lemmazeile gibt den aktuellen Namen der Spielstätte beziehungsweise der freien Gruppe an. Historische Namensvarianten werden im Artikel erläutert und sind über die Verweislemmata findbar. Der Einfachheit halber wurde nicht immer allen Namensänderungen gefolgt, sondern eine egalisierte Form verwendet. Es folgt eine Leadzeile, die die aktuelle Organisation des Theaterbetriebs beschreibt. Falls es sich um ein nicht mehr existierendes Theater oder eine nicht mehr existente freie Gruppe handelt, geben die Jahrezahlen am Ende der Zeile die Produk­tionszeiten an. Für die freien Theatergruppen war – sofern es keine spezifischen Publikationen gab – häufig die Szene Schweiz das erste Referenzwerk, massgeblich ergänzt und gegebenenfalls korrigiert durch die Veranstalterpublikationen der jeweiligen Gruppen, die in der Schweizerischen Theatersammlung in Bern zugänglich sind. Die Rubrik Spielstätte nennt Daten zum Gebäude, Eröffnungsdatum, Grösse der Bühne und weitere technische Angaben.

Panorama Mosaikstein für Mosaikstein setzten die Autorinnen und Autoren des TLS ein Bild des Theaterwesens zusammen, das die Binnen- und Aussenbeziehungen des Theaterschaffens beschreibt und dem Theatersystem Schweiz Konturen verleiht. Wie einzelne Glieder einer Kette reihen sich Erkenntnisse in einen grösseren Kontext ein. Die Verzahnungen und Wechselwirkungen von Amateurtheater und professionellem Theater, von Tanz-, Musik-, Marionetten- und Sprechtheater sowie der Austausch zwischen den Sprachregionen der Schweiz und die Beziehungen zum angrenzenden Ausland werden in dieser Form erstmals sichtbar. Die vermeintlich trockenen Fakten, Daten und Zahlen innerhalb der Personen-, Gruppen-, Institutionen- und Sach­artikel geben den Blick frei auf ein einzigartiges Panorama des Schweizer Theaterschaffens.

Simone Gojan, Chefredaktion Beate Schappach, Onlineredaktion

Avant-propos

Les pays voisins de la Suisse possèdent leur dictionnaire du théâtre; il en existe même plusieurs pour chaque pays, en général plusieurs fois réédités et augmentés. En Suisse, pays du centre de l’Europe et qui propose une incroyable densité d’activités en rapport avec les arts de la scène, il n’existait pas jusqu’à aujourd’hui le moindre ouvrage précurseur qu’on aurait pu remanier ou augmenter. Il a fallu attendre la fondation de l’Institut d’études théâtrales (ITW) en 1992 pour qu’une recherche soit enfin entreprise. En voici le résultat. Plusieurs lectrices et lecteurs attentifs vont désormais prendre part à son perfectionnement en accompagnant l’ouvrage d’une édition à l’autre et de ses débuts jusqu’à sa perfection. Son caractère multilingue, tout comme sa taille importante, peuvent être imputés à l’histoire du théâtre suisse ainsi qu’à la notion large du terme de théâtre que l’institut d’études théâtrales défend. Les différentes formes théâtrales se sont développées indépendamment les unes des autres dans chaque région linguistique du pays, et souvent dans un rapport tendu entre identité régionale et références culturelles des pays voisins de même langue. C’est la raison pour laquelle nous avons adopté comme point de départ de notre recherche le territoire helvétique d’aujourd’hui, sans pour autant oublier les Suisses travaillant à l’étranger, ni les artistes de nationalité étrangère œuvrant en Suisse. Le cadre temporel du présent Dictionnaire du théâtre en Suisse est étendu puisqu’il va des origines à l’époque actuelle en instistant sur le riche XXe siècle. Plus de 3’600 articles répertorient toutes les personnes, groupes, compagnies, salles de spectacle, les modes de productions, professionnel, amateur, indépendant, populaire; les institutions, théâtre pour l’enfance et la jeunesse, théâtre de marionnettes, les genres, dramatique, théâtre lyrique, danse-théâtre. Décors, critiques théâtrales et autres domaines touchant aux arts de la scène sont également inclus dans cet ouvrage. Des articles circonstanciés commentent certains grands événements du monde du théâtre en Suisse; des articles consacrés aux institutions et aux associations complètent le tableau d’ensemble. Une grande partie du matériel a pu être récoltée à partir des archives de la Collection suisse du théâtre à Berne, dont nous remercions ici chaleureusement les collaboratrices et collaborateurs. Sans l’énorme travail de conception, d’organisation et d’accompagnement des responsables de rédaction Thomas Blubacher et Simone Gojan, sans l’engagement infatigable des responsables de rédaction pour les langues française et italienne, Joël Aguet et Pierre Lepori – qui, à chaque article, ont défriché de nouveaux territoires – le Dictionnaire du théâtre en Suisse n’aurait pas vu le jour. Pendant toute la durée du projet, le Conseil scientifique a collaboré activement à clarifier de nombreux problèmes de contenu; il a défendu le projet vis-à-vis de l’extérieur et a contribué à jeter des ponts avec d’autres universités. Pendant huit ans, l’œuvre a été exclusivement financée par des moyens tiers qu’il a fallu constamment solliciter. Nous remercions chaleureusement tous les bailleurs de fonds qui se sont laissés convaincre de l’utilité et de la qualité du projet et qui ont récompensé nos efforts en nous renouvelant leur confiance à plusieurs reprises. C’est aux quelque 230 auteurs et auteures de toutes les régions linguistiques ainsi qu’aux collaboratrices et collaborateurs du Dictionnaire du théâtre en Suisse que nous sommes redevables d’avoir fait naître, avec cette somme encyclopédique, un organisme vivant, reflet de l’évolution du théâtre suisse dans toute sa diversité et profonde liberté.

Berne, juillet 2005

Andreas Kotte


Dictionnaire du théâtre en Suisse

Le projet du Dictionnaire du théâtre en Suisse est lancé en 1997 à l’Institut d’études théâtrales de l’Université de Berne, dirigé depuis son ouverture en 1992 par Andreas Kotte. S’appuyant sur une base de données établie par Thomas Blubacher à partir des coupures de presse conservées par la Collection suisse du théâtre, Simone Gojan organise l’entreprise. Pour tenir compte des proportions démographiques de ce pays, dont environ un quart de la population vit en région francophone, le chiffre de 800 notices en français est arrêté. Une liste de sujets et d’entrées est mise en consultation par région linguistique; pour la Suisse romande, une dizaine de personnes confrontent alors, notamment chez Béatrice Perregaux à Troinex, leurs connaissances du milieu théâtral présent et passé. S’esquissent peu à peu les critères permettant une sélection suffisante et non pléthorique, tout en répartissant les 800 notices de notre quota entre des lieux, des organismes et des personnes, c’est-à-dire des interprètes du théâtre dramatique et lyrique, des mimes et artistes de music-hall, des organisateurs de spectacles que sont metteurs en scène, chorégraphes, marionnettistes, décorateurs. Des auteurs aussi sont retenus, principalement lorsque leur parcours les rapproche de la scène: la publication alors en cours de l’Histoire de la littérature en Suisse romande, en quatre volumes (Lausanne, Payot, 1996-99), donne dans ce domaine un outil de référence que le Dictionnaire du théâtre en Suisse ne concurrence pas, mais souhaite complèter du point de vue des arts du spectacle. Les propositions venues de Berne sont donc notablement modifiées dès cette première étape consultative. Pour assurer le bon développement du travail, sont nommés en 1999 un directeur de la partie italophone, Pierre Lepori, et un pour la partie romande. Afin de rédiger les cinq à six cents notices consacrées aux artistes d’aujourd’hui, de rencontrer ceux-ci pour obtenir la meilleure qualité d’information possible, plus de soixante chercheurs ont été recrutés pour le seul domaine francophone. La récolte des données et l’écriture a pris environ trois ans, de la fin de 1999 à 2002. Un grand merci à tous ceux qui se sont courageusement attelés à écrire ces «condensés de vie», besogne difficile, aux multiples exigences. À l’exception du comédien Patrick Lapp, qui nous a formellement demandé de ne pas nous occuper de lui, nous n’avons heureusement rencontré de la part des gens du spectacle en Suisse romande que des encouragements à persévérer dans notre tâche. En ce qui concerne les sujets plus anciens, retracer précisément le parcours de comédiens disparus, l’activité d’anciennes compagnies ou de théâtres historiques a demandé plus de temps et de compétences encore; près de cent notices, parmi les plus ardues, n’ont été achevées qu’au printemps 2005. Rares sont les cas où il a été possible de se servir simplement d’une étude déjà faite, notamment en s’adressant à son auteur. En ce sens, Le Dictionnaire du théâtre en Suisse n’offre pas seulement un état actuel de la recherche dans les domaines traités, il contribue grandement à faire avancer la connaissance. Pour estomper les discordances en matière de qualité d’information et de style que les textes des différents auteurs proposaient, un énorme travail de révision, de vérification des données et de mise au point a commencé au début de 2002. Il s’est poursuivi durant deux ans et demi, grâce à François Marin (2002-04), Christine Klaus et Jorge Gajardo Muñoz (2002-03), avec le concours de Mylène Richard durant les premiers mois. Nous avons pu bénéficier pour ce travail de la bibliothèque de théâtre de 30 000 livres du directeur de la rédaction romande et de son fonds documentaire, constitué en bonne partie de programmes des principaux théâtres romands ou de leur copie. Pour le domaine chorégraphique, Anne Davier a révisé les textes en 2004 à partir de ses propres documents, des dossiers de l’Association pour la Danse Contemporaine à Genève et des Archives suisses de la danse à Lausanne. Nous devons une grande reconnaissance à ces cinq rédacteurs qui ont révisé chacune des notices proposées par les auteurs, tâche souvent ingrate de contrôle méthodique, de reformulation, de réactualisation aussi. Pour cette étape de l’entreprise, très longue et pourtant indispensable, nous avons bénéficié du concours de l’Association romande de soutien au Dictionnaire du théâtre en Suisse, qui a reçu l’important appui de la Loterie romande, ainsi que l’aide de plusieurs villes de culture: Lausanne, Bienne/Biel, Nyon, Meyrin, Fribourg, Vevey, Pully, Morges, Sierre. Enfin, au premier semestre 2005, le directeur de la rédaction romande a relu et retravaillé une dernière fois l’ensemble des notices en français.

Quelques critères Nos collègues alémaniques ont choisi de sélectionner les comédiens ayant appartenu durant au moins cinq ans à une troupe, en travaillant au meilleur niveau. Ce critère ne pouvait être adopté dans une région où il n’existe plus aucune troupe depuis vingt ans. Il définit néanmoins un état d’esprit et signale l’importance accordée à la continuité du travail. Il a été plus difficile de prendre en compte les parcours épisodiques. Manifestée dès l’origine du projet, l’idée était de privilégier les informations brutes, authentifiables et qui permettent d’évoquer concrètement les trajectoires artistiques, celle-ci se complétant par recoupement. Le risque principal, inhérent à cette démarche, est d’obtenir surtout des listes indigestes de titres, de rôles, de pièces, d’années de réalisation, privées de tout autre agrément qu’une relative exhaustivité. Sans rien retrancher de l’intention première, nous avons cherché à garantir un caractère discursif minimal et à rendre lisibles ces séries de faits, de les hiérarchiser et de les éclairer, esquissant des portraits professionnels évitant la généralité complaisante comme l’excès laudatif. Décidés à ne pas négliger la pratique du théâtre d’amateurs, mais retenus par l’abondance des compagnies, les fédérations ont été consultées et leurs comités ont signalé les équipes dont l’activité était la plus marquante. Un peu plus de vingt compagnies ont ainsi été sélectionnées pour la Suisse romande sur les plus de cent cinquante adhérentes que compte la Fédération suisse des sociétés de théâtre d’amateurs. La rédaction romande a complété ces choix extérieurs d’une douzaine de grandes compagnies historiques aujourd’hui disparues.

L’usage des renvois Lorsque dans une notice paraît pour la première fois un nom qui possède sa propre notice dans ce dictionnaire, il est précédé du signe →. Cette marque est placée avant le nom complet du sujet de la notice; lorsqu’il s’agit d’une personne, elle précède donc le prénom, bien que la notice soit évidemment classée sous le nom de famille. De même, les articles définis («le», «la», «les»), très usités en français, n’entrent pas en compte dans l’ordre alphabétique, pas plus que la particule nobiliaire («de»): ainsi →La Bâtie-Festival de Genève, bien que le «La» fasse partie du nom de ce festival, est classé sous «Bâtie». Dans le cadre d’un ouvrage historique comme celui-ci, il ne pouvait être question de transiger avec les appellations des lieux en usage aux différentes époques évoquées. Comme nous ne voulions pas non plus fractionner les notices des différents théâtres selon leurs appellations successives, nous avons recouru au système des renvois. Toute l’histoire d’un lieu ou d’une institution est donnée sous son nom le plus récent, et les appellations anciennes de ce lieu y renvoient en une ligne. Il n’y a guère d’exception à la règle que nous nous sommes fixée de faire figurer la notice sous le nom juridiquement le plus récent, sinon lorsque la réaffectation de certaines scènes les font complètement changer de registre artistique, comme dans le cas de la Salle Patiño à Genève par exemple. Les lieux ayant produit des spectacles durant une ou deux décennies ont leur notice; il peut y avoir aussi une seule notice pour plusieurs lieux, lorsqu’une institution s’inscrit dans la continuité du nom et de l’entreprise plus ancienne. Se trouve par exemple dans ce cas le Théâtre de Poche de Genève qui devient en 1962 le →Nouveau Théâtre de Poche (ce nom ne varie d’ailleurs plus jusqu’en 2005 du point de vue officiel, même si chaque direction successive aménage ensuite à sa manière la dénomination). Pour ce qui concerne les lieux d’accueil, ils n’ont en règle générale pas pu être pris en compte : ils sont très nombreux et surtout, par définition, ce dictionnaire s’intéresse principalement aux réalisations. De dimension helvétique, le projet a non seulement pris en compte les quatre langues nationales, mais aussi les usages culturels qui s’y attachent. Des normes différentes sont employées dans ce dictionnaire, inhérentes à chacun des systèmes linguistiques. Ainsi par exemple, les titres des œuvres sont donnés entre doubles chevrons en allemand («Faust» von Goethe), en italique pour l’italien comme en français (Faust de Goethe).

Emploi des majuscules L’emploi des majuscules dans les titres suit la règle simple d’une majuscule à tous les noms et adjectifs jusqu’au premier substantif lorsque le titre commence par un article défini («Le», «La» ou «Les»): La Belle, très Sérieuse et Triste Histoire de la grand-mère diabolique. Si le titre débute par un article défini et contient un verbe conjugué, il ne prend pas d’autre majuscule que celle du début, comme dans tous les autres cas. Dans un titre composé de deux termes simples et équivalents reliés par un «et», tous deux ont le même statut: Le Rouge et le Noir. Comme une majuscule est mise aux désignations des rôles de personnages qui n’ont pas d’autre nom, par exemple pour le Soldat, héros de la pièce l’Histoire du Soldat de Ramuz et Strawinsky, cette norme se retrouve dans le titre. Les graphies anglaises conservent quant à elles une majuscule à chaque mot. Si la plupart des titres ont été uniformisés, quels que furent les usages typographiques et les coutumes des différentes époques, nous avons en revanche respecté certaines variations jugées significatives, lorsque nous avons pu vérifier qu’elles étaient clairement revendiquées dans le programme du spectacle. On comprend sans peine que les traductions signalent différentes versions. Un exemple parmi d’autres, The Importance of Being Earnest d’Oscar Wilde se rencontre notamment sous la forme De l’importance du sérieux (1911), Il importe d’être Constant (1954), Il est important d’être Aimé (1954), L’important c’est d’être fidèle (1955), L’Importance d’être constant (1996). Il n’est pas indifférent non plus d’adopter le titre original de la pièce de Molière Dom Juan, tel qu’il s’écrivait au XVIIe siècle, ou de le corriger selon l’usage actuel en Don Juan: les metteurs en scène font un choix ou l’autre. De plus, si les éditeurs adoptent généralement l’une de ces deux normes pour le titre, elle vaut aussi pour le personnage; hélas, le critique Antoine Adam recommande lui, dès 1952, d’écrire Dom Juan pour le titre tout en adoptant l’écriture actuelle pour les rôles de Don Juan, Don Carlos, Don Alonse, Don Louis. Nous n’avions pas à trancher, mais à rendre compte des choix faits par chacun. Pour le reste, nous nous en sommes tenu au Petit Robert de Paul Robert, dictionnaire alphabétique et analogique de la langue française, et au Dictionnaire encyclopédique du théâtre de Michel Corvin. Dans quelques cas nous touchant de près, nous avons suivi les règles en usage ici: Charles Ferdinand Ramuz sans trait d’union, Igor Strawinsky avec «w» et «y», comme son nom s’orthographiait lorsqu’il vivait en Suisse romande, et comme a notamment continué de l’écrire son fils, Théodore Strawinsky, peintre et décorateur de théâtre vivant au bord du Léman.

Abréviations et raccourcis Par volonté de clarté, les sigles et abréviations ont un emploi limité dans ce dictionnaire. Afin de gagner néanmoins une place appréciable, et pour éviter trop de redites, l’entrée de la notice n’y est pas reprise mais remplacée par son ou ses initiales, même en bibliographie. Les autres abréviations apparaissent toujours une première fois au côté du nom complet. Le sigle est donné avant le nom lorsqu’il est très connu du public, comme pour le TPR – Théâtre Populaire Romand, par exemple. L’abréviation peut aussi être ajoutée entre paren­thèses, si le sigle est réutilisé dans la suite de la notice: par exemple, pour le Théâtre de poche de la Grenette de Vevey (TPGV). En raison de leur emploi fréquent, les écoles de formation des comédiens, connues par leur abréviation courante, la SPAD et l’ÉRAD qui devient l’ÉSAD sont citées et classées dans ce dictionnaire selon cette abréviation. Cette exception permet d’économiser à chaque fois une soixantaine de caractères. Il n’y a ordinairement pas de virgule entre le titre d’une œuvre et le nom de son auteur. Pourtant, lorsque deux titres, ou plus, du même auteur se suivent, on évite ainsi les répétitions fastidieuses: «il joue ensuite dans La Thébaïde de Racine et L’Avare sous la direction d’André Steiger, puis dans Le Tartuffe, de Molière que présente Richard Vachoux».

Question de vocabulaire Le français est une langue précise et qui préfère généralement le mot propre; pourtant, elle supporte mal les répétitions et recourt volontiers aux synonymes. Pour éviter que des termes comme«jouer», «mettre en scène» ne reviennent à toutes les lignes, il a fallu ruser et varier les formules. Parmi les synonymes les plus employés, on n’accordera donc pas de valeur différente à «mis en scène par...», «réalisé par...», «présenté par...», «monté par...», sans oublier la forme «que met en scène...» ou «que réalise...» et ainsi de suite. Parmi les termes réservés, nous avons en revanche strictement limité l’emploi du mot «troupe» à cette forme d’organisation, qui prévalait encore en Suisse romande jusqu’à la fin de la Seconde Guerre mondiale, où les comédiens étaient engagés et salariés sur toute une saison au moins. Les derniers théâtre à pratiquer cette formule de ce côté-ci de la Sarine (de l’autre, elle est encore la règle pour les institutions), on trouve le Casino-Théâtre de Genève jusqu’à la fin des années soixante, le Théâtre de Carouge à certaines périodes, au début des années soixante et à la fin des années septante, le Théâtre Populaire Romand jusqu’en 1985. On utilise aujourd’hui à tort et à travers le mot de «création». Nous nous en sommes tenus ici à son sens strict, à savoir la première représentation publique d’un texte écrit pour le théâtre, ce qui dans la surenchère verbale actuelle se dit parfois «création mondiale» et que nos camarades nomment en allemand Uraufführung. Nous ne nous sommes pas attardés à mentionner les créations suisses des pièces, mais nous avons fait exception pour les premières traductions dans notre langue: le français. La Suisse étant pays souverain, où la dernière occupation du territoire par des soldats de France date de deux siècles, il n’est pas heureux d’utiliser le terme de «création française» pour y évoquer la première représentation publique d’un texte en langue française, pas plus qu’on imaginerait une «création allemande» à Zurich ou à Paris. La formule choisie est donc «création en français». Pour éviter les répétitions, elle n’est pas reprise systématiquement, mais lorsqu’une date précise est indiquée après un titre, il s’agit d’un de ces deux types de création («mondiale» ou «en français»). Tant de précision peut sembler vain, d’autant que ces dates sont parfois sujettes à caution, et qu’il peut être malaisé de trancher entre une générale semi­publique et une première officielle. Plusieurs raisons concourent pourtant à maintenir cette exigence. D’abord, parce qu’elle met en valeur la découverte de nouveaux textes qui est une nécessité du théâtre, même si ceux-ci ne prennent paradoxalement de sens que lorsqu’ils intéressent assez pour être repris. La difficulté même de découvrir ces dates offre aussi un caractère virtuose à l’entreprise et il a paru intéressant de relever ce défi. Par ailleurs, nous ne pouvons pas tout connaître de l’activité théâtrale dans chaque pays: il est possible que des créations aient été ici faussement attribuées. Dans ce cas, il devient aisé de vérifier les antériorités de réalisation. En ce qui concerne les productions courantes, seule l’année est mentionnée, généralement entre parenthèses: (1937). Lorsque le spectacle s’est joué en décembre et janvier, ou tout au cours d’une saison, celle-ci est indiquée avec une barre oblique: (1937/38). Pour signaler des spectacles repris la saison suivante ou ayant tourné plus longtemps, on adopte le tiret: lorsqu’un spectacle est présenté en mai 1937, donc dans le courant de la saison 1936/37, puis en janvier 1938, la durée (1937-38), avec le tiret, indique la reprise en une seconde saison, signe d’un engagement renouvelé pour le comédien.

Perspectives Parvenant au terme de l’entreprise, il est sans doute bon de se demander à quoi ont bien pu servir ces huit années d’effort. Que faire aujourd’hui de tous ces faits? Sans doute s’agit-il maintenant de cesser de s’attarder aux détails de la petite histoire et de s’attaquer à ce qui reste à écrire, la vie des formes et de leur évolution à travers une ample chronologie du théâtre en Suisse. L’immense faim de données concrètes éprouvée dès le début du projet – qui a conduit à réunir tous ces noms, titres, lieux et à les mettre en connexion –, fonde ici de façon sous-jacente et grâce à eux, comme un message à l’encre sympathique, l’histoire du théâtre en Suisse prête à surgir de cette masse de détails assemblés. S’il pouvait en résulter aussi un peu de respect devant les parcours artistiques de ces vies consacrées aux divers arts du spectacle, nous n’aurions pas tout à fait perdu notre temps.

Être héritier permet parfois d’acquérir des richesses insoupçonnées. Ce statut devrait inciter à se soucier du patrimoine ainsi découvert, dans une époque où tout est fait pour priver les gens de mémoire et pour rendre les consommateurs dociles. Le patrimoine de la scène est impalpable. Il tient en quelques photographies, en vieux programmes ou textes aux annotations illisibles. Pourtant, dans le fatras de cette mémoire, que d’options formelles il serait intéressant de revisiter, que d’idées d’organisation à connaître. Ce dictionnaire est donc aussi, en ce sens, un formidable réservoir de propositions.

Joël Aguet, Directeur de la rédaction romande


Prefazione

Nei paesi confinanti con la Svizzera esistono più dizionari del teatro, la maggior parte dei quali conosce più edizioni e aggiornamenti. Nel paese europeo con la più alta densità di attività teatrali non si trova invece un’opera di riferimento, che sia possibile rivedere ed ampliare. Per consentire la ricerca in questo campo e permettere la nascita di un dizionario, è stato dunque necessario fondare, nel 1992, l’Istituto di Studi Teatrali (Institut für Theaterwissenschaft/ITW). Molti lettori critici contribuiranno, d’ora in poi, a migliorare il nostro lavoro, accompagnandolo attraverso le sue varie edizioni, dal debutto alla perfezione. Il plurilinguismo e le dimensioni inusuali del dizionario sono il risultato della storia del teatro svizzero e dell’idea ampia di teatro sostenuta dall’ITW. Nelle quattro regioni linguistiche le varie forme teatrali si sono sviluppate in maniera indipendente, spesso in tensione tra l’identità regionale e il rapporto con la cultura dei paesi limitrofi, in cui si parla la stessa lingua. Il territorio svizzero attuale costituisce pertanto il punto di partenza, ma si è tenuto conto anche dell’operato degli svizzeri all’estero e degli stranieri in Svizzera. Dal profilo temporale, il Dizionario si occupa del teatro svizzero dalle origini al giorno d’oggi, con un’attenzione particolare al ventesimo secolo. Più di 3.600 lemmi si occupano di persone, gruppi, luoghi e istituzioni teatrali nelle più svariate forme: la produzione dei teatri municipali, il teatro delle compagnie indipendenti, il teatro amatoriale e popolare, il teatro infantile e giovanile, il teatro di marionette, il teatro musicale, il balletto e il teatro-danza. Senza dimenticare la drammaturgia, la musica di scena, la scenografia, la critica teatrale e altri aspetti della vita teatrale. Lemmi specifici descrivono poi temi ed eventi degni di nota, nella produzione elvetica, mentre le voci su organizzazioni e associazioni teatrali completano il quadro generale. I fondi archivistici utilizzati provengono in gran parte dalla Collezione Svizzera del Teatro (Schweizerische Theatersammlung) di Berna, ai cui collaboratori vanno i nostri più sentiti ringraziamenti. Senza l’intensa attività organizzativa, concettuale e di direzione dei capiredattori Thomas Blubacher e Simone Gojan, e senza l’impegno instancabile dei responsabili delle redazioni di lingua francese e italiana, Joël Aguet e Pierre Lepori - che ad ogni articolo hanno spesso affrontato un territorio inesplorato - il Dizionario Teatrale Svizzero non sarebbe mai nato. Durante gli otto anni di lavoro redazionale, il comitato scientifico ha contribuito attivamente a chiarire problemi di contenuto, sostenendo il progetto anche al di fuori dell’istituto e rendendo possibile il contatto con le altre università. Per otto anni l’opera è stata finanziata esclusivamente da fondi esterni. Ringraziamo dunque tutti coloro che hanno partecipato al suo finanziamento, per essersi convinti della necessità e della qualità del progetto, ricompensando il nostro lavoro con la loro fiducia. È infine merito degli oltre 230 autori, provenienti da tutte le regioni linguistiche, e dei collaboratori e consulenti del Dizionario Teatrale Svizzero, se in quest’opera il teatro elvetico si presenta come un organismo vivo, documentato in tutti i suoi aspetti e le sue forme.

Berna, luglio 2005

Andreas Kotte


Il Dizionario Teatrale Svizzero

«Sopivimus etiam tricas, quas excitavit comoedia ab exteris exhibita: illa enim cum non honesta esset omni ex parte, discipulis nostris inhibuimus» («Abbiamo messo a tacere le dicerie imbarazzanti, suscitate dalla commedia recitata dagli stranieri. E poiché non abbiamo trovato il contenuto di tale commedia onesto in ogni sua parte, l’abbiamo proibita ai nostri allievi»). Sa di zolfo una delle prime tracce certe di vita teatrale nel territorio della Svizzera Italiana: risale al 1658 e il quadro è il convento dei Gesuiti di Bellinzona, in cui gli allievi provenienti dall’Italia, dal Ticino e dal resto della Svizzera (lo storico Emilio Motta ci riferisce addirittura i loro nomi, con i seguenti aggettivi: «Bellinzonensis, Subsylvanus, Raetus, Uraniensis, Svuitensis, Abbatis cellensis, Levantinus, Tradatens. Mediol.»), recitano almeno una volta l’anno. Così fanno e faranno (con attestazioni fino al tardo Settecento) i convittori del Collegio dei Padri Somaschi di Lugano (in particolare sotto la guida di uno dei primi traduttori di Molière, padre Gian Pietro Riva), smentendo in parte il giudizio del Bonstetten che asseriva: «Non avendo un teatro, i luganesi passano la metà dell’anno svolgendo attività nelle confraternite locali, tra processioni, benedizioni e pellegrinaggi verso luoghi santi. Tutte queste manifestazioni costituiscono una grande attrattiva per questo popolo di sfaccendati». Nei quasi sette anni di lavoro della redazione italiana del Dizionario Teatrale Svizzero, molte sono state le sorprese, molto al là delle attese iniziali. Abbiamo (ri)scoperto la famiglia di giocolieri Canetta (attiva nell’Ottocento) o il burattinaio Camillo Moretti, fatto cavaliere da Sua Maestà Umberto I di Savoia e morto a Lugano nel 1941. Oppure una famiglia di Dongio (quella di Carlo Giuseppe Gatti), che a Londra dirigeva una serie di ristoranti e sale di spettacolo. O ancora un’attrice di Brissago, Maria Bazzi, nata anch’essa nella capitale britannica, in una casa in cui Puccini le faceva cantare la Bohème dirigendola con la forchetta; e che girò il mondo, dalla Francia all’America, recitando in tre lingue, prima di approdare in Italia (con il peccaminoso Pioggia di Maugham in prima italiana) e nella Svizzera Italiana, dove avrebbe tentato, senza gran successo, la fondazione di una Compagnia Drammatica italiana del Cantone Ticino, nel 1932. Il 1932 è la data cardine della storia del teatro nella Svizzera Italiana: se infatti il Settecento ci dava te­stimonianza di un teatro conventuale e studentesco, se l’Ottocento provava in solida pietra (tre teatri successivi a Lugano, uno a Bellinzona) un bell’appetito teatrale svizzero-italiano (con qualche temerario scrittore autoctono e ugole d’oro ticinesi in viaggio per il mondo, come Anna Bazzurri, da Melide, ad esempio), è la nascita della Radio Svizzera Italiana (RSI) a dare l’impulso fondamentale alla professionalizzazione della scena locale. Inutile dire che è stato affascinante scoprire come Guido Calgari, intellettuale prolisso e focoso come l’epoca voleva, avesse diretto più di seicento radiocommedie, in diretta dai microfoni della RSI; come grazie a lui i palcoscenici cantonali fossero stati calcati da una vera e propria compagnia svizzero-italiana: i radioattori recitavano infatti all’Apollo di Lugano, al Sociale di Bellinzona, al Teatro di Locarno, davanti ad un pubblico sempre entusiasta e plaudente. Tra i ricordi indimenticabili di questo percorso ad ostacoli che è la storia del teatro (sempre alla ricerca di labili tracce del «luogo dove si gioca a fare sul serio») c’è allora una visita milanese a Franco Passatore – regista e attore ma anche archivista perfetto – che alla nostra domanda sugli spettacoli di un Teatro Prisma di Lugano (1956-59), evocati in due righe da un articolo di giornale, sortì dall’armadio una caterva di ricordi, fotografie, locandine, recensioni. O gli ottant’anni di Maria Amadini, contralto che fu comprimaria della Callas, festeggiati con un gran mazzo di fiori in cui era inserito un primo saggio del Dizionario Teatrale, quello che la cantante continuò a chiamare, con orgoglio, la «bella brosciura». Oppure la lettera che – grazie all’indefettibile collaborazione di Manuela Camponovo – un avvocato luganese tirò fuori dalle carte lasciategli da Giuseppe Volonterio, per quarant’anni direttore del Teatro Kursaal di Lugano: Alberto Canetta – indimenticabile attore-regista, uno dei più grandi uomini di teatro del Novecento ticinese – gli scriveva per mettere a punto il progetto di una Compagnia Stabile della Città di Lugano. Nel 1968. Questi anni di lavoro sono stati una vera caccia al tesoro e il teatro nella Svizzera Italiana ci ha riservato meraviglie e inediti (come un testo di Ettore Gaipa, ritrovato alla SIAE di Roma, scritto nel 1959 per Dimitri): i suoi anni pionieristici, ma anche la combattiva creatività delle più giovani generazioni, che negli ultimi trent’anni hanno vivificato la scena ticinese con un’arte che getta ponti e supera confini, attraverso il mimo e le marionette, il teatro per l’infanzia e la danza espressiva, la creazione multimediale e la recitazione multilingue. Certo, la stesura di un Dizionario, con i suoi lemmi e il rigore imposto dall’esercizio enciclopedico, ci ha costretto a qualche sacrificio. Non sempre le ricerche hanno potuto scovare i documenti dispersi dei più remoti accadimenti e in qualche caso, nel Dizionario Teatrale Svizzero, si troveranno articoli firmati con la sigla Red. che indica la necessità, anzi l’auspicio, di nuovi studi, di nuove ricerche, per le quali speriamo di essere stati, un poco almeno, ardimentosi apripista. L’incalzare gioioso della creazione contemporanea ci ha intimato poi un terminus ad quem per l’inclusione di nuove compagnie ed artisti: le esperienze del Teatro Trickster o della Compagnia Obviam Est, così come qualche attore di più recente fortuna (Emanuele Santoro, ad esempio), non trovano ancora posto tra le voci del Dizionario. Ma una ricchissima rete di rimandi interni (→) permette percorsi trasversali tra i 230 lemmi italiani e l’apertura al resto del paese (attraverso la vasta offerta di festival, veri momenti di sprovincializzazione artistica della nostra regione), mentre una grande attenzione è stata posta ai talenti che, partiti dalla Svizzera Italiana, hanno altrove fatto fortuna (la scenografa di Ronconi, Margherita Palli; il co-fondatore dei Sosta Palmizi, Giorgio Rossi, per non citare che i nomi più noti). Una serie di articoli tematici – sul carnevale, il teatro amatoriale e giovanile, la produzione dialettale, l’opera lirica, il radioteatro e la produzione televisiva, i Festspiele, il plurilinguismo – permettono infine di tracciare le linee di continuità; di tentare, nei limiti di una trattazione per voci singole, di abbozzare una prima storia del teatro nella Svizzera Italiana e di metterla in rapporto con il resto della produzione elvetica e internazionale. Per facilitare la consultazione di quest’opera quadrilingue si è poi cercato di unificare la stesura dei lemmi, perché anche chi non padroneggia perfettamente le altre lingue nazionali possa attingere con facilità alle informazioni del Dizionario. Lo si è fatto tuttavia senza forzature, permettendo allo stile, alle esigenze e alle specificità di ogni ambito culturale di esprimersi pienamente all’interno di voci scorrevoli e, se possibile, accattivanti; evitando dunque appesantimenti sintattici e ripetizioni, ma senza abbreviazioni. Questo immane lavoro, su più fronti e con fonti disparate, non sarebbe stato possibile senza l’impegno spesso appassionato di tutti gli autori del Dizionario Teatrale Svizzero e il costante interscambio tra le redazioni linguistiche, all’Institut für Theaterwissenschaft dell’Università di Berna. Tale lavoro è stato sommamente agevolato, per la nostra regione, dalla disponibilità dei Teatri Associati della Svizzera Italiana (in particolare di Vania Luraschi), della Federazione Filodrammatiche della Svizzera Italiana (Paolo Caratti), delle Ricerche Musicali della Svizzera Italiana (Carlo Piccardi) e della Radiotelevisione svizzera di lingua italiana (Paolo Sala, Walter Kuster, Theo Mäusli), nonché dalla collaborazione delle singole compagnie e degli artisti. La RTSI e il «Giornale del Popolo» hanno messo a nostra disposizione gran parte del materiale iconografico e la consultazione dei loro archivi. Un sostegno finanziario speciale è stato inoltre accordato al nostro lavoro dalla Repubblica e Cantone Ticino / Fondo Swisslos. Tra le singole persone che hanno agevolato, stimolato, raffinato, questo non facile lavoro, un grazie speciale andrà a Giorgio Appolonia, Paolo Belli, Gian Carlo Bertelli, Paola Beltrame, Manuela Camponovo, Andrea e Maurizio Canetta, Matteo Casoni, Ketty Fusco, Natalia Genni, Paola Gilardi, Simona Martinoli, Ornella Maspoli, Franco Passatore, Flavia Soleri, Giorgio Thoeni e Mariangela Welti. Se il teatro è (spesso) un lavoro di gruppo, collettivo è stato anche il nostro impegno per renderne conto, nella fitta rete di temi e voci di un dizionario, che con convinzione intende valorizzare la scena culturale di tutte le regioni linguistiche della Svizzera; che sa guardare al passato con fierezza, al presente con autorevolezza, al futuro con fiducia. Perché il teatro, come ebbe a dire Alberto Canetta, «è anche questo costante, perenne confrontarsi con tutto. Reciproco donarsi».

Pierre Lepori, Direttore della redazione italiana