Rolf Lansky

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* 9.3.1929 Reichenberg (Liberec, heute: CZ). ∞ I. 1952 Sonja Kreibig, Grafikerin und Bühnenbildnerin (1959–63 an der →Komödie Basel tätig), ∞ II. 1978 Ingeborg Wagner, Regieassistentin und Inspizientin.

Private Schauspielausbildung bei Lyda Salmanova in Reichenberg. 1944 als Eleve­ am Theater der Gauhauptstadt Reichenberg. Engagements 1945/46 als jugendlicher Komiker und Naturbursche an der Städtischen Bühne Rudolstadt, 1946–48 am Stadttheater Jena, 1948–50 als Chargenspieler und Sänger am Stadttheater Erfurt. Danach Regisseur an den Bühnen der Stadt Nordhausen, 1952/53 Oberspielleiter der Oper und Operette am Kleist-Theater Frankfurt an der Oder und 1953–55 Regisseur, Schauspieler und Sänger unter der Intendanz von →Hermann Wedekind an den Städtischen Bühnen Münster (Inszenierungen von Verdis "Un ballo in maschera", Puccinis «To­sca», Flotows "Martha", Aubers "Fra Diavolo"), 1955–57 unter der Direktion von Wedekind am →Stadttheater Basel (unter anderem Inszenierungen von Charles Lecocqs "Giroflé-Girofla", Menottis "Die Heilige der Bleecker Street", Mozarts "Die Entführung aus dem Serail", Verdis "Un ballo in maschera", →Othmar Schoecks "Penthesilea", Beet­hovens "Fidelio", Poulencs "Die Wandlung des Tirésias", Offenbachs "Pariser Leben"), daneben Gastregisseur am →Stadttheater Bern (1956 Lortzings "Undine"). 1957–59 Sänger, Schauspieler und Regisseur am Landestheater Linz. 1959–63 unter →Egon Karter Regisseur und Schauspieler an der Komödie Basel (unter anderem Inszenierungen von Paul Osborns "Der Tod im Apfelbaum", Goetz’ "Das Haus in Montevideo", der Schweizer Erstaufführung von Mrożeks "Die Polizei", →Friedrich Dürrenmatts "Frank der Fünfte", Goldonis "Das Kaffeehaus", Monnot/Brefforts "Irma la Douce", Offenbachs "La Périchole", Goetz’ "Der Lügner und die Nonne", Becketts "Glückliche Tage"). 1963–65 Oberspielleiter der Oper, danach bis 1969 Spielleiter aller Sparten an den Städtischen Bühnen Nürnberg, daneben Gastinszenierungen unter anderem am Stadttheater Augsburg. 1971–73 Oberspielleiter der Operette an den Städtischen Bühnen Freiburg im Breisgau. Seit 1974 ist L. Hausregisseur am Theater →Fauteuil in Basel, wo er zahlreiche Kabarettabende, Revuen und Komödien inszenierte, darunter ab 1974 mehrmals die "Basler Revue", "Offenbach am Spalenberg" mit →Alfred Rasser, "Dr Bebby luegt ins Paradies" nach Jura Soyfer, 1989 Alfred Rassers "HD Läppli" mit →Roland Rasser und 2001 →Charles Lewinskys musikalische Komödie "Ärnscht muess me syy" nach Wildes "Bunbury". Seit 1982 arbeitete L. zudem kontinuierlich am Nationaltheater Mannheim als Regisseur und zeitweise als Hausspielleiter (unter anderem →Ralph Benatzkys "Im weissen Rössl", Lerner/Loewes "My Fair Lady") sowie als Schauspieler (unter anderem Haushofmeister in Richard Strauss’ "Ariadne auf Naxos" und ab 1990 mehr als zehn Jahre lang Frosch in Johann Strauß’ "Die Fledermaus"). Zahlreiche Gastinszenierungen unter anderem in Aachen, am Theater des Westens Berlin (1970 Kálmáns "Die Csárdásfürstin"), in Essen, Esslingen, Gelsenkirchen, am Operettenhaus Hamburg, in Kaiserslautern, Karlsruhe, Lübeck, Saarbrücken, am Raimundtheater Wien, am Staatstheater Wiesbaden, bei den Luisenburgfestspielen Wunsiedel und am →Corso-Theater Zürich (1978 →Paul Burkhards "Der schwarze Hecht" mit →Ruedi Walter und →Margrit Rainer). Diverse Rezitationsabende und Conférencen.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Rolf Lansky, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1077–1078.

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