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<nowiki>*</nowiki> 16.2.1887 Dresden (D), † 22.11.1968 Küsnacht ZH, eigentlich Gertrud Rosalie Kempner. ∞ I. Karl Heinz Martin, Regisseur, Theaterleiter, ∞ II. Karl Forest (eigentlich Obertimpfler), Schauspieler.  
 
<nowiki>*</nowiki> 16.2.1887 Dresden (D), † 22.11.1968 Küsnacht ZH, eigentlich Gertrud Rosalie Kempner. ∞ I. Karl Heinz Martin, Regisseur, Theaterleiter, ∞ II. Karl Forest (eigentlich Obertimpfler), Schauspieler.  
  
Schauspielausbildung bei Max Reinhardt und Albert Steinrück an der Schauspielschule des Deutschen Theaters Berlin. Erstes Engagement als Annchen in Halbes "Jugend"auf Tournee mit Friedrich Kayssler und Albert Steinrück, dann 1907–10 unter Carl Hagemann in Mannheim, 1910/11 an den Kammerspielen in Frankfurt am Main, 1911–17 am Lessing-Theater Berlin, 1917–21 am Deutschen Volkstheater Wien, 1919/20 auch am Burgtheater Wien, 1921/22 unter →[[Franz Wenzler]] am →[[Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH]] (Rosetta in Büchners "Leonce und Lena"), 1922 am →[[Theater Winterthur am Stadtgarten, Winterthur ZH|Stadttheater Winterthur]], 1922/23 am Theater-Kabarett Die Hölle in Wien, 1924–26 am Deutschen Volkstheater Wien, 1926/27 am Neuen Theater Frankfurt am Main, 1927–29 erneut am Schauspielhaus Zürich (Alkmene in Kleists "Amphitryon", Hippolyta in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum"sowie in zahlreichen Salonstücken), 1929/30 an den Münchner Kammerspielen und am Neuen Wiener Schauspielhaus, danach am Theater in der Behrenstraße und an der Komischen Oper in Berlin. 1933 Emigration nach Österreich, 1935 in die Schweiz. 1935 Engagement am →[[Cabaret Cornichon, Zürich ZH|Cabaret Cornichon in Zürich]], 1935–68 Engagement am Schauspielhaus Zürich (über 250 Rollen, darunter 1939 Frau Sörby in Ibsens "Die Wildente", Regie: →[[Wolfgang Heinz]], und Anna Wächter in →[[Werner Johannes Guggenheim]]s "Bomber für Japan", Regie: →[[Leopold Lindtberg]]; 1940 Claudia Galotti in Lessings "Emilia Galotti", Regie: →[[Oskar Wälterlin]]; 1941 Wojnizkaja in Tschechows "Onkel Wanja", Regie: →[[Leonard Steckel]], und alte Bäuerin in der Uraufführung von →[[Bertolt Brecht]]s "Mutter Courage und ihre Kinder"; Frau Bürgermeister in Steinbecks "Der Mond ging unter"; 1945 Ivy in Eliots "Die Familienfeier"; 1946 Martha in Kesselrings "Spitzenhäubchen und Arsenik"mit →[[Therese Giehse]], Regie: →[[Ernst Ginsberg]]; 1948 Aase in Ibsens "Peer Gynt"mit →[[Gustav Knuth]]; 1951 Julia Struttlethwaite in Eliots "Die Cocktail-Party"; letzte Rolle 1968 Mutter in der Uraufführung von →[[Max Frisch]]s "Biografie. Ein Spiel", Regie: Lindtberg). Als Gast ab 1938 auch am →[[Sommertheater Winterthur, Winterthur ZH|Sommertheater Winterthur]], 1950 am →[[Stadttheater Chur, Chur GR]]. Film- und Rundfunktätigkeit.
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Schauspielausbildung bei Max Reinhardt und Albert Steinrück an der Schauspielschule des Deutschen Theaters Berlin. Erstes Engagement als Annchen in Halbes "Jugend" auf Tournee mit Friedrich Kayssler und Albert Steinrück, dann 1907–10 unter Carl Hagemann in Mannheim, 1910/11 an den Kammerspielen in Frankfurt am Main, 1911–17 am Lessing-Theater Berlin, 1917–21 am Deutschen Volkstheater Wien, 1919/20 auch am Burgtheater Wien, 1921/22 unter →[[Franz Wenzler]] am →[[Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH]] (Rosetta in Büchners "Leonce und Lena"), 1922 am →[[Theater Winterthur am Stadtgarten, Winterthur ZH|Stadttheater Winterthur]], 1922/23 am Theater-Kabarett Die Hölle in Wien, 1924–26 am Deutschen Volkstheater Wien, 1926/27 am Neuen Theater Frankfurt am Main, 1927–29 erneut am Schauspielhaus Zürich (Alkmene in Kleists "Amphitryon", Hippolyta in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" sowie in zahlreichen Salonstücken), 1929/30 an den Münchner Kammerspielen und am Neuen Wiener Schauspielhaus, danach am Theater in der Behrenstraße und an der Komischen Oper in Berlin. 1933 Emigration nach Österreich, 1935 in die Schweiz. 1935 Engagement am →[[Cabaret Cornichon, Zürich ZH|Cabaret Cornichon in Zürich]], 1935–68 Engagement am Schauspielhaus Zürich (über 250 Rollen, darunter 1939 Frau Sörby in Ibsens "Die Wildente", Regie: →[[Wolfgang Heinz]], und Anna Wächter in →[[Werner Johannes Guggenheim]]s "Bomber für Japan", Regie: →[[Leopold Lindtberg]]; 1940 Claudia Galotti in Lessings "Emilia Galotti", Regie: →[[Oskar Wälterlin]]; 1941 Wojnizkaja in Tschechows "Onkel Wanja", Regie: →[[Leonard Steckel]], und alte Bäuerin in der Uraufführung von →[[Bertolt Brecht]]s "Mutter Courage und ihre Kinder"; Frau Bürgermeister in Steinbecks "Der Mond ging unter"; 1945 Ivy in Eliots "Die Familienfeier"; 1946 Martha in Kesselrings "Spitzenhäubchen und Arsenik" mit →[[Therese Giehse]], Regie: →[[Ernst Ginsberg]]; 1948 Aase in Ibsens "Peer Gynt" mit →[[Gustav Knuth]]; 1951 Julia Struttlethwaite in Eliots "Die Cocktail-Party"; letzte Rolle 1968 Mutter in der Uraufführung von →[[Max Frisch]]s "Biografie. Ein Spiel", Regie: Lindtberg). Als Gast ab 1938 auch am →[[Sommertheater Winterthur, Winterthur ZH|Sommertheater Winterthur]], 1950 am →[[Stadttheater Chur, Chur GR]]. Film- und Rundfunktätigkeit.
 
== Auszeichnungen ==
 
== Auszeichnungen ==
 
* 1959 →[[Hans Reinhart-Ring]] der →[[SGTK – Schweizerische Gesellschaft für Theaterkultur|SGTK]],  
 
* 1959 →[[Hans Reinhart-Ring]] der →[[SGTK – Schweizerische Gesellschaft für Theaterkultur|SGTK]],  

Revision as of 18:58, 5 December 2013

* 16.2.1887 Dresden (D), † 22.11.1968 Küsnacht ZH, eigentlich Gertrud Rosalie Kempner. ∞ I. Karl Heinz Martin, Regisseur, Theaterleiter, ∞ II. Karl Forest (eigentlich Obertimpfler), Schauspieler.

Schauspielausbildung bei Max Reinhardt und Albert Steinrück an der Schauspielschule des Deutschen Theaters Berlin. Erstes Engagement als Annchen in Halbes "Jugend" auf Tournee mit Friedrich Kayssler und Albert Steinrück, dann 1907–10 unter Carl Hagemann in Mannheim, 1910/11 an den Kammerspielen in Frankfurt am Main, 1911–17 am Lessing-Theater Berlin, 1917–21 am Deutschen Volkstheater Wien, 1919/20 auch am Burgtheater Wien, 1921/22 unter →Franz Wenzler am →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH (Rosetta in Büchners "Leonce und Lena"), 1922 am →Stadttheater Winterthur, 1922/23 am Theater-Kabarett Die Hölle in Wien, 1924–26 am Deutschen Volkstheater Wien, 1926/27 am Neuen Theater Frankfurt am Main, 1927–29 erneut am Schauspielhaus Zürich (Alkmene in Kleists "Amphitryon", Hippolyta in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" sowie in zahlreichen Salonstücken), 1929/30 an den Münchner Kammerspielen und am Neuen Wiener Schauspielhaus, danach am Theater in der Behrenstraße und an der Komischen Oper in Berlin. 1933 Emigration nach Österreich, 1935 in die Schweiz. 1935 Engagement am →Cabaret Cornichon in Zürich, 1935–68 Engagement am Schauspielhaus Zürich (über 250 Rollen, darunter 1939 Frau Sörby in Ibsens "Die Wildente", Regie: →Wolfgang Heinz, und Anna Wächter in →Werner Johannes Guggenheims "Bomber für Japan", Regie: →Leopold Lindtberg; 1940 Claudia Galotti in Lessings "Emilia Galotti", Regie: →Oskar Wälterlin; 1941 Wojnizkaja in Tschechows "Onkel Wanja", Regie: →Leonard Steckel, und alte Bäuerin in der Uraufführung von →Bertolt Brechts "Mutter Courage und ihre Kinder"; Frau Bürgermeister in Steinbecks "Der Mond ging unter"; 1945 Ivy in Eliots "Die Familienfeier"; 1946 Martha in Kesselrings "Spitzenhäubchen und Arsenik" mit →Therese Giehse, Regie: →Ernst Ginsberg; 1948 Aase in Ibsens "Peer Gynt" mit →Gustav Knuth; 1951 Julia Struttlethwaite in Eliots "Die Cocktail-Party"; letzte Rolle 1968 Mutter in der Uraufführung von →Max Frischs "Biografie. Ein Spiel", Regie: Lindtberg). Als Gast ab 1938 auch am →Sommertheater Winterthur, 1950 am →Stadttheater Chur, Chur GR. Film- und Rundfunktätigkeit.

Auszeichnungen

Nachlass

  • Teilnachlass in der Schweizerischen Theatersammlung, Bern.


Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Elisabeth Bergner, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 342–343.