Adolf Manz

Aus Theaterlexikon
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* 19.10.1885 Meilen ZH, † 23.4.1949 Zürich. ∞ 1924 →Ellen Widmann, Schauspielerin.

Ab 1905 Jurastudium in Zürich und Berlin. Mitwirkung in Studententheateraufführungen in Zürich, Sprachausbildung bei Serafine Détschy in Berlin. Erste Engagements als Schauspieler 1909/10 am Stadttheater Coblenz und 1910–14 am Stadttheater Mainz. 1914–17 jugendlicher Held am Schauspielhaus Frankfurt am Main, 1917–24 am Königlichen Hoftheater/am Württembergischen Landestheater Stuttgart (unter anderem Titelrollen in Schillers "(Wilhelm Tell)", Goethes "(Götz von Berlichingen)" und Ibsens "(Peer Gynt)", Fedja in Tolstois "(Der lebende Leichnam)"). 1924–30 war M. an der Volksbühne Berlin engagiert, wo er unter anderem mit Erwin Piscator zusammenarbeitete (1925 Staatsanwalt in Hans José Rehfischs "(Wer weint um Juckenack?)"). Daneben gastierte er 1925 bei den Festspielen Basel als Zimmermann in →Robert Faesis "(Opferspiel)" sowie 1926/27 an den Vereinigten Stadttheatern Köln. 1931–41 Engagement als Heldenvater an den Städtischen Bühnen Köln (unter anderem Titelrollen in Schillers "(Wallenstein)" und in Goethes "(Faust)"). Rückkehr in die Schweiz, wo M. vor allem als Schauspiellehrer in Basel und in Zürich arbeitete (neben anderen nahmen →Paul Bühlmann und →Elisabeth Müller bei ihm Unterricht) und kaum noch bühnentätig war (erste Rolle nach seiner Rückkehr: Bürgermeister Orden in Steinbecks "(Der Mond ging unter)", Stadttheater Luzern 1944, Regie: →Paul Schill). Diverse Filmrollen, unter anderem 1939 Bürgermeister Aeschbacher in "(Wachtmeister Studer)", 1942 Pfarrer in "(Der Schuss von der Kanzel)" und 1947 Georg Caplaun in "(Matto regiert)" (Regie jeweils: →Leopold Lindtberg), 1942 Ludwig Horn in "(Menschen, die vorüberziehen)" (Regie: →Max Haufler).

Auszeichnungen

  • Württembergischer Staatsschauspieler.

Literatur

  • Seelig, Carl: A. M. In: Schweizerische Theaterzeitung 3/1948.


Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Adolf Manz, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1171–1172.

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