Adolf Veuhoff

Aus Theaterlexikon
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* 13.2.1909 Herne (D), † 17.8.1986 Bern. ∞ →Herta V., Schauspielerin.

Debüt 1929 in Bochum, danach diverse Engagements als Sänger und Regisseur, unter anderem in Elberfeld, Tilsit, Stralsund, Rostock, Bromberg und Danzig sowie nach 1945 am Theater am Nollendorfplatz und am Metropol-Theater in Berlin, daneben Gastinszenierungen in Garmisch. 1948–56 war V. am Landestheater Coburg als Sänger und Oberspielleiter der Operette tätig. 1956–77 und danach bis 1979 gastweise wirkte V. als Regisseur, Sänger und Schauspieler am →Stadttheater Bern. Seine erste Regiearbeit dort war 1956 Smetanas "(Die verkaufte Braut)", rund dreissig Operetten- und Operninszenierungen folgten, darunter Verdis "(Il Trovatore)" und "(Rigoletto)", Offenbachs "(Pariser Leben)", Johann Strauß’"(Wiener Blut)", "(Der Zigeunerbaron)", "(Die Fledermaus)" und "(Eine Nacht in Venedig)", Suppés "(Die schöne Galathee)", Lehárs "(Giuditta)" und "(Der Graf von Luxemburg)", Rossinis "(La Cenerentola)" und Puccinis "(La Bohème)". Zu seinen in Bern gesungenen Partien gehörten unter anderem Wilhelm Giesecke in →Ralph Benatzkys "(Im weissen Rössl)", der Obereunuch in Kálmáns "(Das Land des Lächelns)", Roi Ménélas in Offenbachs "(La Belle Hélène)" und Jupiter in "(Orphée aux enfers)", der Haushofmeister in Richard Strauss’ "(Ariadne auf Naxos)" sowie Njegus in Lehárs "(Die lustige Witwe)" und Frosch in "(Die Fledermaus)". Daneben war V. ab Ende der sechziger Jahre vermehrt in mehrheitlich kleineren Schauspielrollen zu sehen.



Autorin: Elke Krafka



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Krafka, Elke: Adolf Veuhoff, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2001.