Albert Emmerich

Aus Theaterlexikon
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* 4.5.1901 Budapest (H), † 24.12.1976 Wien (A), eigentlich Emmerich Weill.

Gesangsstudien in Wien und Mailand (bei Vittorio Vanzo). Engagements (bis 1934 unter dem Namen Emmerich Weill) 1923/24 am Stadttheater Aussig an der Elbe, 1924 als Gast bei den Bayreuther Festspielen, 1925–34 an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main, 1934–41 als seriöser Bass und Bass-Buffo am →Stadttheater Zürich und 1942/43 bei der deutschen Tournee-Oper "(Der Operntrupp)" (Direktion: Hans Stüwe). Nach dem Krieg sang E. bis Anfang der fünfziger Jahre nur noch als Gast, so beispielsweise an der Staatsoper Wien im Theater an der Wien und am Teatro alla Scala in Mailand (als Fafner in →Richard Wagners "(Das Rheingold)" unter Wilhelm Furtwängler). In seinem breit gefächerten Repertoire nahmen die Werke der Komponisten Mozart, Verdi und Wagner eine herausragende Stellung ein. Wichtige Rollen waren unter anderem die Titelpartien in Donizettis "(Don Pasquale)", Händels "(Giulio Cesare in Egitto)", →Hans Haugs "(Tartuffe)", Puccinis "(Gianni Schicchi)" sowie Baron Ochs auf Lerchenau in Richard Strauss’ "(Der Rosenkavalier)" und Kaspar in Webers "(Der Freischütz)". In Zürich sang E. ausserdem in mehreren Uraufführungen, so den Tierbändiger und Rodrigo in Alban Bergs "(Lulu)" (1937), Riedinger in →Paul Hindemiths "(Mathis der Maler)" (1938), Barbaja in Bernhard Paumgartners "(Rossini in Neapel)" (1936) und Liebinger in Oscar Straus’ "(Drei Walzer)" (1935).



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Albert Emmerich, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 533.

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