Alexandra Prusa

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* 15.12.1955 Zürich. ∞ →Rudolph Straub, Schauspieler, Regisseur und Autor.

1975–80 Grafikausbildung in Zürich. 1980–83 Schauspielausbildung am Schauspielstudio Hamburg. Reise nach Buenos Aires, Beginn der bis heute andauernden Beschäftigung mit Tango sowohl als Tänzerin wie als Choreografin. Ab 1984 freischaffend als Schauspielerin, Produzentin und Regisseurin. 1984 Europatournee mit der Eigenproduktion "(Tango Palace)", einem Tanzdrama nach José Luís Borges. 1985 gemeinsam mit Straub Gründung der freien Produktionsgemeinschaft →Yoyo Production in Zürich (bestand bis 2000), in der P. als Schauspielerin und insbesondere als Initiantin von Theaterereignissen an ausgefallenen Orten wirkte, unter anderem 1986 "(Ballade für Johnny)" in der Haifisch-Bar Zürich, 1987 "(Das Mitternachtsfloss)" (sieben Bilder für sieben Nächte zum Thema Opfer von P.) auf einem Floss auf dem Zürichsee, 1989 "(Abschiede)" und 1990 "(Nachtfähre)", beide auf dem Zürichsee, 1987 "(Lenin in der Oper)" (als Gastspiel im Keller des →Schauspielhauses Zürich), 1992 "(Lipstick)" (im Cabaret-Varieté Terrasse in Zürich), 1993 "(Die Tombola oder Das blutige Wochenende)" im Theatersaal der →Schauspiel-Akademie Zürich und auf Tournee, 1996 "(Girls)" (nach Caroline Kavas "(Early Girls)" als Koproduktion mit dem →Theater an der Winkelwiese Zürich) und 1999 "(Schneewittchen)" nach →Robert Walser. Als Schauspielerin spielte sie unter anderem 1985 Margret in "(En schöne Held)" nach John M. Synges "(The Playboy of the Western World)", 1991 Jessica Lyons in Mastrosimones "(Eisen im Feuer)", 1992 Helen in Christopher Durangs "(Das Baby mit dem Bade)", 1996 Jeanne in "(Girls)". Als Sängerin 1996/97 mit "(Singing Girls)", einem aus der "(Girls)"-Produktion entstandenen Trio mit der Schauspielerin Sandra Moser und der Pianistin Marianne Racine, in Zürich und auf Tournee im deutschsprachigen Raum sowie 1999 mit der Formation "(Broken Dreams)". Initiantin weiterer Produktionen, etwa von Per Olov Enquists "(Die Nacht der Tribaden)" in einem Tango-Pavillon unter der Kornhausbrücke in Zürich (1999, Regie: →Verena Buss). Daneben Gastengagements als Schauspielerin unter anderem bei der freien Gruppe Kampftheater Hamburg, am Theater Gruppe 80 in Wien (unter anderem 1989 in →Bertolt Brechts "(Die Ausnahme und die Regel)"), am →Theaterhaus Gessnerallee (1989 in Claire Brétechers "(Die Frustrierten)") und am Theater an der Winkelwiese (1996 Tanzlehrerin/Josepha in Friedrich Glausers "(Die Fieberkurve)"). 2003 Mitwirkung bei "(Welt im Spiegel)", einem Abend mit Texten von Robert Gernhardt im →Casino Winterthur (Regie: →Charles Lewinsky). Ab 2001 war P. künstlerische Leiterin des Theaters Bel Etage in Zürich, eines neu eröffneten Gastspielbetriebs in den Räumlichkeiten der Tanzschule Kaiser an der Hottingerstrasse 30, der allerdings bereits 2002 auf Grund des Rückzugs des Mäzens wieder geschlossen werden musste. Diverse Film- und Fernsehrollen, unter anderem in Serien und Sitcoms wie "(Eurocops)", "(Tatort)", "(Fascht e Familie)" und "(Fertig lustig)" sowie in Kinofilmen etwa von Samir, →Rolf Lyssy und Vadim Glowna.



Autorin: Kathrina Erizar



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Kathrina Erizar: Alexandra Prusa, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1438–1439.

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