Alfred Pfeifer

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* 6.2.1946 Wien (A).

1956–59 Wiener Sängerknabe, 1960–63 Schauspielausbildung am Horak-Konservatorium in Wien. 1965–69 erstes Engagement am Schauspielhaus Graz (Konstantin in Tschechows "(Die Möwe)", Hugo in Havels "(Das Gartenfest)"), daneben Gastverträge am Opernhaus Graz in Operetten und Musicals (unter anderem Prinz Orlofsky in Johann Strauß’ "(Die Fledermaus)", Graf Gustav von Pottenstein in Lehárs "(Das Land des Lächelns)", Freddy Eynsford-Hill in Loewe/Lerners "(My Fair Lady)"). 1969–71 am Stadttheater Würzburg (unter anderem Titelrolle in Schillers "(Don Carlos)"), 1971/72 an den Bühnen der Hansestadt Lübeck (Leopold Brandmeyer in →Ralph Benatzkys "(Im weissen Rössl)", Nikos in John Kanders "(Zorba)", Marcel in Lothar Olias’ "(Gib acht auf Amelie)"). 1972 Engagement ans Wiener Burgtheater für Laffberger in Nestroys "(Nur Ruhe)" (Regie: Rudolf Wessely), 1972/73 am Volkstheater Wien (Titelrolle in Peter Weiss’ "(Hölderlin)"). 1973–92 gehörte P. zum Ensemble des →Schauspielhauses Zürich und spielte dort unter anderem 1973 August Dorn in Raimunds "(Der Alpenkönig und der Menschenfeind)", 1974 Mortimer Brewster in Kesselrings "(Spitzenhäubchen und Arsenik)" (Regie: Peter Weck), Edgar in Plenzdorfs "(Die neuen Leiden des jungen W.)" (Regie: →Wolfgang Quetes), 1976 Chuck Baxter in Neil Simon/Burt Bacharachs Musical "(Das Appartement)", 1978 Ken Harrison in Brian Clarks "(Ist das nicht mein Leben?)", 1983 Severin in →Georg Kaiser/Kurt Weills "(Der Silbersee)" und 1992 Nicolas Denery in Lillian Hellmans "(Herbstgarten)". 1988 sang P. während einer Saison den Raoul in der deutschsprachigen Erstaufführung von Lloyd Webbers "(Das Phantom der Oper)" am Theater an der Wien, 1992/93 die Titelrolle in der gleichen Produktion am Raimundtheater in Wien. Diverse Regiearbeiten, so mit den →Luzerner Spielleuten unter anderem 1980 Aristophanes’ "(Lysistrate)" und 1982 Strindbergs "(Ein Traumspiel)" sowie in Zürich am →Theater am Neumarkt 1984 die Uraufführung von H. C. Artmanns "(Erlaubent, Schas, sehr heiss bitte!)" und 1986 Monika Marons "(Ada und Evald)" und im Schauspielhaus-Keller 1985 Nestroys "(Häuptling Abendwind)". 1988–94 Weiterbildung in klassischem Gesang bei Helen Haefeli. 1988 zusammen mit dem Pianisten →Daniel Fueter musikalische Soiree "(Das goldene Wienerherz – oder wo bitte geht’s denn da zur Geisterbahn?)" mit Liedern und Texten verschiedener österreichischer Autoren im Miller’s Studio Zürich und in den folgenden Jahren an verschiedenen Schweizer Kleintheatern. 1993–96 Engagement am →Theater Basel (unter anderem 1993 Graf Danilo in Lehárs "(Die lustige Witwe)"). Ausserdem Stückverträge unter anderem an den Seefestspielen Mörbisch (1994 Joseph in Johann Strauß’ "(Wiener Blut)") und am →Stadttheater St. Gallen (1995 Adolf Wölfli in Per Noergaards Oper "(Die göttliche Kirmes)"). Ab 1996 freischaffend in verschiedenen Musicalproduktionen: 1997 Max von Mayerling in Lloyd Webbers "(Sunset Boulevard)" am Rhein-Main-Theater in Niedernhausen und Pseudolus in Stephen Sondheims "(A Funny Thing Happened on the Way to the Forum)" am →Stadttheater Luzern, 1999 Guido Contini in Maurie Yestons "(Nine)" am Theater des Westens Berlin, 2001/02 Pontius Pilatus in Lloyd Webbers "(Jesus Christ Superstar)" an den Freilichtspielen Schwäbisch Hall. Diverse Hörspiel-, Fernseh- und Filmrollen (1997 Tod in Adrian Marthalers "(Mahlers Sechste – Das Lied von der Vergänglichkeit)"). Seit 2001 Dozent für Sprechtechnik und dramatischen Unterricht an der Musikhochschule Luzern. Leiter von Rhetorikseminaren für Führungskräfte, Tätigkeit als Gesangspädagoge.



Autorin: Nina Debrunner



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Debrunner, Nina: Alfred Pfeifer, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1405–1406, mit Abbildung auf S. 1405.

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