Alfred Waas

Aus Theaterlexikon
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* 8.4.1881 im Elsass, † 11.1.1935 Basel.

Engagements 1908/09 und 1912/13 am Stadttheater Mülhausen, 1913/14 an der Volksoper Wien, 1914–19 am Stadttheater Strassburg sowie 1920–29 und von 1930 bis zu seinem Tod am →Stadttheater Basel. W. gehörte erst als seriöser, dann als schwerer Spiel- und Charakterbass zu den Stützen des Basler Ensembles. Er debütierte hier am 12.12.1920 als König Heinrich in →Richard Wagners "(Lohengrin)", am 9.1.1935 sang er als van Bett in Lortzings "(Zar und Zimmermann)" seine letzte Vorstellung. In den dazwischenliegenden Jahren bewältigte er ein breites Repertoire mit den Schwerpunkten Mozart, Verdi und Wagner. W. sang ausserdem 1928 in der Schweizer Erstaufführung von →Felix Weingartners komischer Oper "(Meister Andrea)" die Titelpartie (Regie: →Oskar Wälterlin, musikalische Leitung: Weingartner). 1927–29 trat er oft in Inszenierungen →Walter Felsensteins auf, so zum Beispiel als Gurnemanz in Wagners "(Parsifal)" und Baron Ochs auf Lerchenau in Richard Strauss’ "(Der Rosenkavalier)". Er war auch an Uraufführungen von Werken der Komponisten Waldemar von Baussnern, José Berr, →Hans Haug und →Pierre Maurice beteiligt. Gastverpflichtungen am →Stadttheater Bern (König Heinrich) und am →Stadttheater Zürich (in den Wagner-Rollen Veit Pogner in "(Die Meistersinger von Nürnberg)", Fafner in "(Das Rheingold)" und Landgraf Hermann in "(Tannhäuser)").



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Alfred Waas, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2036.

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