André Presser

Aus Theaterlexikon
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* 12.9.1933 Amsterdam (NL).

Studierte Klavier, Orchesterleitung und Cello am Konservatorium in Den Haag. Während des Studiums sieben Jahre Korrepetition an einer Ballettschule. Nach Abschluss seiner Ausbildung wurde er zunächst Korrepetitor bei Het Nationale Ballet Amsterdam und Pianist für die Ballettvorstellungen ohne Orchester in der Provinz, dann Dirigent der Ballett-Galas des Nationalballetts. Mit diesem Ensemble machte er weltweit Tourneen (1970 Gastvorstellung am →Opernhaus Zürich). 1978–92 war P. ständiger Ballettdirigent am Opernhaus Zürich. Dort dirigierte er unter anderem 1979 Mendelssohn Bartholdys "Ein Sommernachtstraum" (europäische Erstaufführung der Choreografie von George Balanchine), 1985 Tschaikowskys "Dornröschen", 1987 Prokofjews "Romeo und Julia" (Choreografie: John Cranko), 1988 "Rot und Schwarz" nach Stendhal (Musik: Berlioz) und Bartóks "Der wunderbare Mandarin" (Choreografie jeweils: →Uwe Scholz), 1991 die Uraufführung des Balletts "Ikarus" mit Musik von →Rolf Urs Ringger sowie 1992 Richard Strauss’ "Josephslegende" (Choreografie: →Bernd Roger Bienert). 1990–2001 Ballettdirigent des Bayerischen Staatsballetts München. Heute ist P. ein international gefragter Dirigent, der mit den bedeutendsten Ballettkompanien zusammenarbeitet und an allen grossen Musiktheatern ausschliesslich Ballettwerke dirigiert, sowohl klassische wie moderne. Im deutschsprachigen Raum wirkte er unter anderem an der Hamburgischen Staatsoper (1978–83), an der Deutschen Oper Berlin (1980–90), ab Mitte der neunziger Jahre an der Deutschen Staatsoper Berlin und an der Semper­oper in Dresden.



Autorin: Ingrid Bigler-Marschall



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Bigler-Marschall, Ingrid: André Presser, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1432.

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