Andreas Matti

Aus Theaterlexikon
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* 21.12.1959 Saanen BE. Zunächst Besuch der Handelsschule in La Neuveville und an der Ecole

­des Beaux-Arts in Lausanne, dann 1983–87 Schauspielausbildung am →Konservatorium für Musik und Theater Bern. Erstes festes Engagement 1987–89 am Rheinischen Landestheater Neuss (unter anderem Titelrolle in →Beat Fähs "(Max)" und Bleichenwang in Shakespeares "(Was ihr wollt)"). Danach war M. als freischaffender Schauspieler hauptsächlich in der freien Szene tätig, unter anderem in den meisten Produktionen des →Theaters Club 111 in Bern (beispielsweise 1991 Mr. Fluid in "(Spaceboard Galuga)", 1993 Privatdetektiv Jerry Horn in "(Hobbycop)" und 1998 Lou Sapphire in "(Calimbo. Lou Sapphire’s Piratenrevue)", alle von →Meret Matter und →Grazia Pergoletti, Regie jeweils: Matter, sowie 2001 in Alexej Schipenkos "(Kraft durch F.)", Regie: Schipenko, und 2002 in "(Der diskrete Charme der Bourgeoisie)" nach Luis Buñuels gleichnamigem Film, Regie: Matter), bei der freien Gruppe 400asa (1999 in Horváths "(Italienische Nacht)", Regie: →Samuel Schwarz) sowie in Zusammenarbeit mit →Patrick Frey und →Katja Früh beim →Vaudeville Theater Zürich (1993 Hanspeter Stemmler in Frey/Frühs "(Trommeln über Mittag)"), bei Produktionen des →Kabaretts Götterspass (1992 Polizist Müller in Frey/Andreas Dobler/→Beat Schlatters "(Die grosse Schwamendinger Oberdorfoper)" und 1995 Fahrlehrer Walter Gautschi in Schlatter/Dobler/Frey/Frühs "(Dreamboat Schwamiland)", jeweils im Restaurant Ziegelhütte in Zürich-Schwamendingen unter der Regie von Früh) und am →Schauspielhaus Zürich (1995 König von Zipfelland in Freys "(Die wilde Sophie)" nach →Lukas Hartmanns gleichnamigem Kinderbuch, Regie: Früh, im Schauspielhaus-Keller). Einem breiteren Publikum bekannt wurde M. als Neffe Rolf Aebersold in der Sitcom "(Fascht e Familie)" des Schweizer Fernsehens DRS (1994–99). 2001 verkörperte M. den Bauern Manz in "(Romeo und Julia auf dem Dorfe – Paradiesgärtli)" nach →Gottfried Keller, einer Koproduktion des →Théâtre Vidy-Lausanne und des Schauspielhauses Zürich mit Gastspielen an Schulen in der Deutsch- und Westschweiz (Regie: Matter). 2001–02 gehörte M. zum Ensemble des →Luzerner Theaters, wo er unter anderem Johannes Clamans in "(Der Fall)" nach Camus und Christen in der Dramatisierung von →Jeremias Gotthelfs "(Geld und Geist)" spielte. Diverse Fernseh-, Film- und Hörspielrollen.



Autorin: Tanja Stenzl



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Stenzl, Tanja: Andreas Matti, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1206–1207.

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