Andreas Nick

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* 31.10.1953 Basel.

Klavierstudium bei Alfred Ehrismann in Winterthur. 1977 Theoriediplom bei Hans Ulrich Lehmann in Zürich. Weitere Studien in Köln in Dirigieren und Komposition, 1980–82 in der Meisterklasse von Hans Werner Henze. 1983–90 Theorielehrer und Leiter des Berufsschulorchesters am Konservatorium Biel. Seit 1984 Theorielehrer am Konservatorium Zürich/an der Musikhochschule Winterthur Zürich/→Hochschule Musik und Theater Zürich, dort 1994 Gründung einer Kinderkompositionsklasse, mit der N. mehrere Operngemeinschaftsproduktionen realisierte (1997 "Das Geheimnis der Insel Lalmeon", 1999 "Die Erschaffung der Tage" in der Kirche St. Peter in Zürich). N.s kompositorische Tätigkeit umfasst sämtliche Musikgattungen mit einem Schwerpunkt im Musiktheater. Nach der Uraufführung seiner Kammeroper "Satyros" 1986 in Nürnberg erhielt er diverse Kompositionsaufträge im In- und Ausland und von verschiedenen Festivals. Dramatische Werke: "Yerma", lyrische Tragödie in sechs Bildern nach García Lorca (1984); "Ninives Untergang", oratorische Szene (Uraufführung 6.7.1986 am Festival international de musiques sacrées in Freiburg); "Panoptikum", Aktionen für Pantomime, Klarinette, Horn, Violine und Violoncello (1988); "Goya", grosse Oper in acht Bildern nach einem eigenen Libretto (1992); "D’Horchhäxe", ein musikalisches Märchen zum Mitspielen und Mitsingen (Text: Peter Christoph Haessig, Uraufführung 1994 am →Stadthof 11 Zürich); "Das versprochene Land", eine dramatische Passion (Uraufführung 1991 an den Internationalen Musikfestwochen Luzern); "Gesang zur Nacht", szenische Kantate, nach einem zwölfteiligen Gedichtzyklus von Georg Trakl (Uraufführung 1998 in der →Roten Fabrik Zürich, Einrichtung: N.).

Auszeichnungen

  • 1993 1. Preis der Stiftung Musik und Kind von Musik Hug für "D’Horchhäxe",
  • 1995 Werkjahr für Komposition der Stadt Zürich.


Autorin: Sibylle Ehrismann



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Ehrismann, Sibylle: Andreas Nick, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1323.

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