Andres Briner

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* 31.5.1923 Zürich.

Studium am Konservatorium Zürich bei →Paul Hindemith (Kontrapunkt und Schulmusik) und an der Universität Zürich (Musikwissenschaft und Germanistik). Schon während des Studiums Opernkritiker, vor allem für die "Schweizer Monatshefte". 1953–55 Tonmeister beim Radiostudio Zürich. 1955 Promotion mit der Dissertation "Versuch über die musikalische Zeitgestalt und ihre Wandlung in der europäischen Musik seit der mensuralen Mehrstimmigkeit". 1955–64 Dozent für Musikgeschichte an der Universität von Pennsylvania in Philadelphia. 1964–88 Musikredaktor bei der "Neuen Zürcher Zeitung"; daneben Mitarbeiter der "Schweizerischen Musikzeitung" und anderer Fachzeitschriften. B. schrieb neben Konzertkritiken, Buchbesprechungen und Aufsätzen zahlreiche Opernkritiken vor allem über wichtige Ur- und Erstaufführungen in der Schweiz und im Ausland (Kürzel: ab.). Auch nach seiner Pensionierung Mitarbeiter der "Neuen Zürcher Zeitung". Publikation einer Biografie von Hindemith (1971) und zahlreicher Beiträge über Schweizer Komponisten wie →Rudolf Kelterborn, →Rolf Liebermann und →Heinrich Sutermeister. Seit 1968 Stiftungsrat der Hindemith-Stiftung, 1985–98 deren Präsident. Anlässlich seines 70. Geburtstags erschien 1993 eine Sammlung von Vorträgen, Essays und Kritiken unter dem Titel "Musikalische Koexistenz".



Autor: Tobias Hoffmann-Allenspach



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Hoffmann-Allenspach, Tobias: Andres Briner, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 270.

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