Anna Huber

Aus Theaterlexikon
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* 18.2.1965 Zürich.

Nach Tanzunterricht in Bern bei →Beatrice Tschumi und →Leonie Stein, 1985–88 Ausbildung beim →CH-Tanztheater in Zürich, ab 1989 wohnhaft in Berlin. 1989–92: Butoh-Studien bei Kazuo und Yoshito Ohno, Solotanz bei Susanne Linke sowie Performanceprojekte mit Saburo Teshigawara, Meg Stuart, Giorgio Barberio Corsetti und Mark Tompkins. Deutschlandtournee mit "Ordo virtutum – Spiel der Kräfte" über Hildegard von Bingen (H. in der Rolle der Hildegard, Choreografie: Doris Schaefer-Kölcze, 1991). 1992–94 tanzte H. im Ensemble des Staatstheaters Cottbus, dort in einigen Inszenierungen Jo Fabians: 1992 "Simple Swan" und 1993 "Lostills. Verlorene Stilleben" sowie 1995 "Die Hawkingvariante" am Hebbel-Theater Berlin. 1996 tanzte und choreografierte sie "face … à" (Regie: Helena Waldmann) in Frankfurt am Main und Berlin. Der Durchbruch gelang H. mit eigenen Solotanzstücken, die Grenzbereiche erforschen und von einer intensiven Auseinandersetzung mit inneren und äusseren Räumen geprägt sind. H. fasst den zeitgenössischen Tanz als immer wieder neu zu erfindende Sprache auf. In ihrem Werk, einer Gratwanderung zwischen Abstraktion und Emotionalität, thematisiert sie die Dekonstruktion und Rekonstruktion des Subjekts. Eigene Choreografien: "dualLein" (1993), "brief" (1995), "in zwischen räumen" (1996/97), "brief letters" (1997), "unsichtbarst" (1998), "die anderen und die gleichen" (erste Gruppenchoreografie, 1999), "L’autre et moi" A. H. und Lin Yuan Shang (1999). Fernsehporträt: "Anna Huber: Botschaften – in den Raum getanzt" von Arthur Spirk (3Sat, 2003).

Auszeichnungen

  • 1998 Preis der Zeitschrift Ballett International/Tanz aktuell,
  • 2002 →Hans Reinhart-Ring der →SGTK,
  • 2002 Schweizer Tanz- und Choreografiepreis für die beste Choreografie.


Autorin: Agathe Blaser



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blaser, Agathe: Anna Huber, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 878–879.

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