Antonia Limacher

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* 5.8.1953 Menziken AG.

Ausbildung zur Schauspielerin 1971–72 am →Bühnenstudio Zürich und 1973–76 am Max-Reinhardt-Seminar Wien. Daneben erste Rollen am Schauspielhaus Graz (1975 Magda in Wolfgang Bauers "Gespenster", Regie: Fritz Zecha), bei den Sommerfestspielen Friesach (1975 Puck in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum") und am Theater der Jugend Wien (1975 Titelrolle in Sophokles’ "Antigone"). 1976 Weiterbildung im Dramatischen Zentrum Wien, Körper- und Stimmtraining mit Zbigniev Molik. 1976–78 erstes festes Engagement am Theater für Vorarlberg in Bregenz (Eve in Kleists "Der zerbrochene Krug", Adelheid in Hauptmanns "Der Biberpelz", Lucy in →Bertolt Brecht/Weills "Die Dreigroschenoper", Nina in Tschechows "Die Möwe"). 1978/79 am Ensembletheater Wien (Begbick in Brechts "Mann ist Mann", Sänger in Peter Weiss’ "Hölderlin", Frau Balicke in Brechts "Trommeln in der Nacht", Regie: Dieter Haspel), 1979 bei den Festspielen Schwäbisch Hall (Bianca in Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung", Regie: Hans Gratzer), 1980 am Dramatischen Zentrum Wien (Mutter Ubu in "Ubumaschine" nach Jarry und Kellner/Alma/Frau Rommel in Kurt Schwitters’ "Der Zusammenstoss", Regie jeweils: Wilfried Stolz), bei den Wiener Festwochen (Rezitation bei der Produktion "Der 8. Tag" mit dem Vienna Art Orchestra) und am Theater der Courage in Wien. 1981–83 war L. fest engagiert bei der →Claque in Baden (Tochter in →Markus Kägis "Chly Paris oder Schnitz ond Hördöpfel", Susanne und Schreiber Zettelkopf in Turrinis "Der tollste Tag", Regie jeweils: →Paul Weibel). Danach arbeitete sie als freie Schauspielerin unter anderem am →Stadttheater Luzern (1993 Anitra in Ibsens "Peer Gynt", Regie: Jean-Paul Anderhub), am →Theater am Neumarkt Zürich, am →Theater Tuchlaube Aarau (unter anderem 1985 in →Klaus Merz’ Monolog "Das Ende der Fertigkeiten", Regie: Merz), am Theater am Spittel Bremgarten (1987 Mädchen in →Christian Hallers "Götterspiele"), beim →Rotta Theater Zürich (1987 in "In der Bar jeder Vernunft" von und mit →Wolfram Berger und Uli Scherer). 1987 war L. Mitglied der Truppe "Haruls Top Service". Dort entstand die Figur der Frau Fischbach, die sie auch 1989/90 in →Viktor Giacobbos Satiresendung "Victors Programm" verkörperte (Schweizer Fernsehen DRS). 1991 gründete L. zusammen mit ihrem Lebenspartner →Peter Freiburghaus das "Duo Fischbach". Als kauziges Hauswartsehepaar aus der Provinz hatten die beiden schnell gesamtschweizerisch und international grossen Erfolg. Auf das erste Programm "Fischbachs Weihnacht" (Regie: Alexander Stoia) folgten 1992 "Fischbachs Hochzeit" (Tourneen bis 1994), 1996 "Fischbachs Kinder" (bis 2001) und 1998 "Fischbachs im Knie" (Nummernprogramm im Circus Knie), jeweils in der Regie von Weibel. Daneben zahlreiche Film- und Fernsehrollen.



Autor: Jean Grädel



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Grädel, Jean: Antonia Limacher, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1112–1113.

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