Ariane Gaffron

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* 11.7.1961 Berlin/West (D).

1972–81 Ausbildung zur klassischen Tänzerin an der Tanzakademie der Deutschen Oper Berlin bei Tatjana Gsovsky. 1979 Abitur. Anschliessend zwei Gastverträge als Tänzerin am Theater des Westens ("A Chorus Line", "West Side Story"). 1982–85 Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Während der Ausbildung konzeptionelle Mitarbeit beim Beinhardt-Ensemble Wien (Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" und "Romeo und Julia" sowie Büchners "Leonce und Lena"). 1985–87 Engagement als Schauspielerin am Schauspiel Bonn, 1987–89 am Niedersächsischen Staatstheater Hannover (unter anderem Marlise in Botho Strauß’ "Trilogie des Wiedersehens" und Maria in Volker Ludwigs "Linie 1"). Danach in Berlin Theaterarbeit mit freien Gruppen und Jugendlichen sowie Hospitanzen am Deutschen Theater und am Schiller-Theater. 1992 Mitarbeit im Kinder- und Jugendtheater Junge Generation in Dresden und in Halle in einem Stück der Gruppe "Rote Grütze". 1993–96 Leiterin der Jungen Bühne des →Stadttheaters Luzern, dort Inszenierungen von Jakob Arjounis "Nazim schiebt ab", Thomas Braschs "Mercedes", Mamets "Oleanna", Enquists "In der Stunde des Luchses" sowie Uraufführung von →Heinz Stalders "Hellträumer". Danach freischaffende Regisseurin, unter anderem in Zürich (1996 Susanne Schneiders "Die Nächte der Schwestern Brontë" am →Theater an der Winkelwiese, 1999 Tanztheaterprojekt "Unidentifizierte Leichenteile" am →Theaterhaus Gessnerallee), am Theater der Landeshauptstadt Magdeburg (1997 Heiner Müllers "Philoktet"), am Landestheater Württemberg-Hohenzollern in Tübingen, am Staatstheater Braunschweig und unter der Intendanz von →Hans J. Ammann an den Städtischen Bühnen Freiburg im Breisgau. Seit der Spielzeit 2002/03 ist G. künstlerische Leiterin des Schauspiels am →Theater Biel Solothurn (Direktion: Ammann), dort inszenierte sie unter anderem Calderóns "Das Leben ist Traum" und Voltaires "Candide".



Autorin: Anne-Christine Gnekow



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Gnekow, Anne-Christine: Ariane Gaffron, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 668.

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