Armando Dotto

Aus Theaterlexikon
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* 13.1.1946 Arbon TG.

Schauspiel- und Regiestudium am →Bühnenstudio Zürich. 1969/70 Ausbildung zum Fernsehrealisator und -regisseur beim Schweizer Fernsehen DRS (unter anderem bei →André Kaminski). Erste Theaterengagements in Deutschland und Österreich, unter anderem 1968 am Kammerspielkreis Lübeck, 1969–70 auf Tourneen mit Produktionen des Zimmertheaters Rottweil (Kammerdiener/Jugendfreund in Hofmannsthals "Der Tor und der Tod" und Gros-René in Molières "Zwist der Verliebten"). 1971 Gastverpflichtung am Stadttheater Klagenfurt (Leonardo in García Lorcas "Bluthochzeit"). Zwischen 1970 und 1982 war D. teils als Gast, teils als Ensemblemitglied unter →Werner Düggelin und →Hans Hollmann an den →Basler Theatern engagiert. Dort spielte er – teilweise unter dem Namen Armand D. – fast vierzig Rollen, darunter 1970 Billaud-Varennes in Büchners "Dantons Tod", diverse Rollen in Jarrys "Vater Ubu" und in der Uraufführung von →Dieter Fortes "Martin Luther und Thomas Münzer", 1971 Grimm in Schillers "Die Räuber", Lakai Ladislaus in Gombrowicz’ "Operette", 1973 diverse Rollen in Alfred de Mussets "Lorenzaccio" und 1974 in Kraus’ "Die letzten Tage der Menschheit", 1975 Fotograf Zeck in der Schweizer Erstaufführung von Fleißers "Pioniere in Ingolstadt", Bettler/Konstabler in →Bertolt Brecht/Weills "Die Dreigroschenoper" und Amiens in Shakespeares "Wie es euch gefällt" sowie 1976 Schwester Beatrix/Madame Paulinchen/Herr Leopoldi in der Uraufführung von Lotte Ingrischs "Geisterstunde". Diverse Hauptrollen in Fernsehspielen und -serien in der Schweiz und in Deutschland. Tätigkeit als Drehbuchautor und Regisseur für Theater, Film und Fernsehen. 1977 inszenierte D. "Miles gloriosus" nach Plautus als Freilichtaufführung im →römischen Theater Augst. Er realisierte Dokumentar-, Industrie-, Werbe- und Auftragsfilme für die Privatindustrie, für den Bund und für das Schweizer Fernsehen DRS. Heute ist D. Inhaber und Geschäftsführer einer Film- und Fernseh-Produktionsfirma in Basel.



Autor: Jürg Seiberth



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Seiberth, Jürg: Armando Dotto, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 481–482.

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