Arnim Waldeck-Süssenguth

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* 31.10.1902, † 14.8.1964 Berlin (D). Bruder der Schauspieler und Regisseure →Siegfried und Wal­ther Süssenguth.

Lehrjahre an der Wanderbühne seines Vaters. Debüt als Schauspieler am 2.1.1924 am Stadttheater Bamberg. Engagements an der Bayerischen Landesbühne, am Landestheater Schneidemühl, am Staatstheater Dessau, an der Volksbühne Berlin, am Theater in der Stresemannstraße Berlin, am Theater am Nollendorfplatz Berlin, an der Städtischen Oper Berlin-Charlottenburg und bei den Heidelberger Festspielen. 1941–44 Regisseur und Schauspieler am Theater der Stadt Strassburg. 1945/46 künstlerischer Leiter der Künstlerspiele Bayern in Fürth, dann zusammen mit Harald Braun Leiter der Heidelberger Kammerspiele. Engagements als Schauspieler an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart und 1949/50 bei Ida Ehre an den Hamburger Kammerspielen. 1950–64 bei →Egon Karter an der →Komödie Basel, dort unter anderem Senator in Sartres "Die ehrbare Dirne", Max Lescalier in →Alfred Gehris "Sechste Etage", Charles Arbéziat in Devals "Towarisch", Engstrand in Ibsens "Gespenster", Wilhelm Voigt in →Carl Zuckmayers "Der Hauptmann von Köpenick", Meister Anton in Hebbels "Maria Magdalena", Dr. Rank in Ibsens "Nora", Vater Keil in Hauptmanns "Rose Bernd", Titelrolle in Pinters "Der Hausmeister", Schigolch in →Frank Wedekinds "Lulu", Ernesti in →Friedrich Dürrenmatts "Die Physiker", General in Vitracs "Victor oder Die Kinder an der Macht", Sam in Ustinovs "Endspurt", Musjö in Behans "Die Geisel", auch zahlreiche Molière-Rollen, darunter Harpagon in "Der Geizige". Auch als Regisseur tätig (1950 →Tibor Kasics’ Operette "Charleys Tante" am →Stadttheater Basel). Daneben zahlreiche Tourneen und diverse Gastengagements, zuletzt am Berliner Theater in Berlin.

Auszeichnungen

  • Goldenes Ehrenzeichen der Genossenschaft deutscher Bühnen-Angehöriger für besondere Verdienste.


Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Arnim Waldeck-Süssenguth, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2039–2040.

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