Arthur Welti

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* 14.9.1901 Zürich, † 12.9.1961 Zürich. Neffe des Autors →Albert Jakob W.

Besuchte das Konservatorium für Musik in Zürich und studierte in Berlin, Florenz und Zürich. Schauspielausbildung bei Ferdinand Gregori in Berlin. Debütierte 1922, Engagement als Schauspieler 1923 an der Märkischen Wanderbühne, 1923–25 am Badischen Landestheater Karlsruhe, 1925/26 am Stadttheater Frankfurt an der Oder, schliesslich an den Kammerspielen Zürich. Ab 1933 Journalist und – überaus populärer – Sprecher bei Radio Studio Zürich. Leiter des Radiostudios an der Landesausstellung 1939 in Zürich. Autor und Regisseur zahlreicher Hörspielproduktionen, darunter der historischen Mundartkomödie "Napoleon von Oberstrass" (1938), die als wichtigste Hörspielproduktion der Zwischenkriegszeit gilt, und der erfolgreichen Serie "Polizischt Wäckerli" (zusammen mit →Schaggi Streuli, 1949–50), die danach in einer Bühnenfassung mehrere Monate lange auf Tournee in der Schweiz gespielt und 1955 von →Kurt Früh verfilmt wurde. Ausserdem spielte W. den Lehrer im Film "Meh’ Glück als Verstand" (1935, Regie: →Ernst Bringolf), sprach den deutschen Kommentar im Film "Notre Armée/Unsere Armee" (1937–39, Regie: Arthur Porchet) und verfasste zusammen mit Edmund Heuberger das Filmskript zu "Extrazug – chum lueg d’Heimet a!" (1940/41, Regie: Heuberger).

Literatur

  • Weber, Paul: Das Deutschschweizer Hörspiel, 1995.


Autor: Reto Caluori



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Caluori, Reto: Arthur Welti, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2074–2075.

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