August Gschwend

Aus Theaterlexikon
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* 17.2.1918 Herisau AR.

Gesangsausbildung 1938–40 bei Aldo Bonifanti in Monte Carlo und 1940–42 bei Dora Wyss in Zürich. Engagements 1941/42 und 1943–47 am →Stadttheater Luzern, 1942/43 am →Stadttheater Zürich, 1947–51 am →Stadttheater Basel, 1951/52 an der Wiener Staatsoper in der Volksoper, 1952–54 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, 1954/55 an der Nederlandse Opera Amsterdam, 1955/56 an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main. Eine besondere Bedeutung in G.s Repertoire hatten die folgenden Partien in Mozart-Opern: Guglielmo in "Così fan tutte" (Wiesbaden, Rio de Janeiro 1955), Don Giovanni (Basel, Luzern und Zürich 1949/50, Stuttgart 1954, Frankfurt am Main), Figaro in "Le nozze di Figaro" (Luzern, →Stadttheater St. Gallen 1946, Basel, Holland Festival Amsterdam 1955, Karlsruhe 1957), Conte Almaviva in "Le nozze di Figaro" (Basel, Luzern 1949, Wiesbaden) und Papageno in "Die Zauberflöte" (Basel, Wiener Staatsoper im Theater an der Wien 1949–51, Zürich 1950–56, Lissabon und Rio de Janeiro 1953, Amsterdam, Frankfurt am Main). Gastverpflichtungen führten G. unter anderem 1942 anlässlich der Internationalen Junifestwochen als Alberich in →Richard Wagners "Götterdämmerung" ans Stadttheater Zürich (Dirigent: Wilhelm Furtwängler), 1946 als Kezal in Smetanas "Die verkaufte Braut" an das →Grand Théâtre in Genf, 1951 als Zar Peter in Lortzings "Zar und Zimmermann" ans Stadttheater St. Gallen, 1953 als Monsieur Emile in →Rolf Liebermanns "Leonore 40/45" an die Kölner Oper und als Wolfram von Eschenbach in Wagners "Tannhäuser" nach Rio de Janeiro. 1955 sang er beim Maggio Musicale Fiorentino in Florenz den Soldaten in Hermann Reutters "Die Witwe von Ephesus", 1956 am Stadttheater St. Gallen den Pedro in →Othmar Schoecks "Don Ranudo". Weitere Höhepunkte in G.s Laufbahn waren Partien in mehreren deutschsprachigen Erstaufführungen: Am Stadttheater Basel 1947 Tarquinius in Brittens "The Rape of Lucretia", 1948 Raskolnikoffs zweites Ich in →Heinrich Sutermeisters "Raskolnikoff" und 1951 John Sorel in Menottis "The Consul" (alle Regie: →Friedrich Schramm, musikalische Leitung: →Alexander Krannhals) sowie 1952 die Titelpartie in Brittens "Billy Budd" am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. G. wirkte auch als Konzertsänger. Gegen Ende der fünfziger Jahre wandte er sich einem anderen Beruf zu.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: August Gschwend, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 762–763.

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