Béatrice Haldas

Aus Theaterlexikon
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* 8.2.1944 Genf, † 3.12.1987 Nyon VD. Tochter des Schriftstellers Georges H.

Nach einem Sprachstudium an der Universität Genf Gesangsausbildung unter anderem bei →Juliette Bise sowie in Mailand bei Arturo Merlini. Erste Auftritte am →Städtebundtheater Biel-Solothurn (1973 dritter Knabe in Mozarts "Die Zauberflöte", 1975 Dorabella in dessen "Così fan tutte") und am →Stadttheater Bern (1973 Fjodor in der Schweizer Erstaufführung von Mussorgskys "Boris Godunow", 1976 Pallas Athene in der Schweizer Erstaufführung von Monteverdis "Il ritorno d’Ulisse in patria" sowie Contessa Almaviva in Mozarts "Le nozze di Figaro"). Engagements 1977–79 an den →Basler Theatern und 1979 bis zu ihrem Tod an der Hamburgischen Staatsoper (bis 1985 fest, danach als ständiger Gast). In Basel sang H. unter anderem Marzelline in Beethovens "Fidelio", Micaëla in Bizets "Carmen", Cleopatra in Händels "Giulio Cesare in Egitto", Ilia in Mozarts "Idomeneo" und Fiordiligi in dessen "Così fan tutte" sowie Freia in →Richard Wagners "Das Rheingold" und die Stimme des Waldvogels in dessen "Siegfried". H. gastierte unter anderem in Amsterdam, Essen, Lausanne, am →Stadttheater Luzern (1982 Mimì in Puccinis "La Bohème" und 1986 Violetta Valéry in Verdis "La Traviata"), in Rom, an der Staatsoper Wien (1980 Micaëla), an der Opéra du Rhin in Strassburg (1979 Euridice in Glucks "Orfeo ed Euridice") und am →Opernhaus Zürich (Lucio Cinna in Mozarts "Lucio Silla", Pamina in dessen "Zauberflöte" und Micaëla). Weitere Partien ihres Repertoires waren Zerlina in Mozarts "Don Giovanni", Antonia in Offenbachs "Les Contes d’Hoffmann", Liù in Puccinis "Turandot", Wellgunde in Wagners "Das Rheingold" sowie Ghita in Zemlinskys "Der Geburtstag der Infantin" ("Der Zwerg"). Auch erfolgreiche Karriere als Konzertsängerin.



Autor: Redaktion



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Redaktion: Béatrice Haldas, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 784–785.

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