Beat Schläpfer

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* 8.10.1952 Zürich.

1972–81 Studium der Germanistik, Geschichte, Literaturkritik und Kunstwissenschaft in Zürich, Abschluss mit einer Lizenziatsarbeit über die Dramen von Botho Strauß. Daneben verschiedene Tätigkeiten als Computer-Operator, Korrektor, Deutschlehrer, Weinreporter und Nachtwächter. 1977–94 Dramaturg am →Schauspielhaus Zürich. Wichtigste Produktionsdramaturgien: →Thomas Hürlimanns "Grossvater und Halbbruder" (Uraufführung 1981, Regie: →Werner Düggelin), Shakespeares "Die tragische Geschichte von Hamlet, Prinz von Dänemark" (1983, Regie: →Benno Besson), Thomas Braschs "Mercedes" (Uraufführung 1983, Regie: →Matthias Langhoff), Veza Canettis "Der Oger" (Uraufführung 1992, Regie: Düggelin). 1982–85 persönlicher Referent des künstlerischen Direktors →Gerd Heinz. S. machte sich besonders als Publizist einen Namen sowie durch die Konzeption und die Realisierung von Ausstellungen und Veranstaltungen. 1988 organisatorische Leitung der Internationalen Junifestwochen Zürich. 1988–94 Organisation der Welttournee von "Fluchtpunkt Zürich – Zu einer Stadt und ihrem Theater. Schauplätze der Selbstbehauptung und des Überlebens 1933–45". 1996/97 "Tala, mudra, rasa – Der sprechende Körper", Ausstellung im Museum für Gestaltung Zürich gemeinsam mit →Walter Pfaff (die Ausstellung wurde 1998 als Gastpräsentation im Theatermuseum in Wien gezeigt), Mitherausgeber des Begleitbuchs "Der sprechende Körper. Texte zur Theateranthropologie". 1998 Organisation und Konzeption der Ausstellungstournee "Swiss, made. Die Schweiz im Austausch mit der Welt" und Herausgeber des Begleitbuchs. Im Leitungsteam des internationalen Tanzfestivals →Steps für die Ausgaben von 2000 und 2002. Autor verschiedener theatergeschichtlicher Publikationen, darunter: "Sprechtheater in der Schweiz" (1992) und "Schauspiel in der Schweiz. Theater und Publikum in fünf Jahrhunderten" (1999). Seit 1999 Präsident des →Centre Suisse ITI.



Autorin: Ute Kröger



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Kröger, Ute: Beat Schläpfer, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1608.

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