Bernd Roger Bienert

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* 17.1.1962 Wien (A).

Ausbildung 1970–78 an der Bundestheaterballettschule Wien. 1978–82 und 1983–85 Tänzer im Ballett der Staatsoper Wien, 1982/83 beim Nederlands Dans Theater II (NDT II) in Den Haag. Daneben ab 1992 choreografische Tätigkeit für das Theater an der Wien, das NDT II, die Staatsoper Wien, die Volksoper Wien, die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf, Introdans Holland, die Staatsoper Budapest, die Staatsoper Dresden, das Ballett des →Theaters Basel, das Euroballett Luxembourg; Balletteinlagen in Opern und Opernregie für die Salzburger Festspiele, die Deutsche Oper Berlin, das Staatstheater Karlsruhe, die erste Münchner Biennale, Bewegungsregie am Schauspiel Bonn. Daneben Ausstellungsdesign, Bühnenbilder, Kostüme und Schaufensterinstallationen. 1991–96 Ballettdirektor am →Opernhaus Zürich, Zürich ZH. Hier choreografische Uraufführungen: 1991 "Unruhiges Wohnen" (Musik: Haubenstock-Ramati über einen Text von Elfriede Jelinek) "4trazoM", "2trazoM" (Musik: Mozart), 1992 "Josephslegende" (Musik: Richard Strauss), 1993 "Lej dals chöds" (Musik: Alban Berg), 1994 "Thé dansant" (Musik: Johann Sebastian Bach), "1trazoM" und "Autumn Sketches" (Musik: Prokofjew) und 1995 "Boléro" (Musik: Ravel). Dazu im Zyklus "Architektur im Bühnenraum": 1992 Tschaikowskys "Nussknacker" und 1994 "Medea-Fragment" von Bose (Bühne: →Mario Botta), 1993 Glasunows "Raymonda" (Bühne: Aldo Rossi), 1995 "Compass" von Luciano Berio (Bühne: Renzo Piano) und 1996 "Die Moldau" (Musik: Smetana, Bühne: Jean Nouvel). Neben der Einladung von Gastchoreografen wie Jorma Uotinen, Amanda Miller, Bertrand d’At, Lionel Hoche, Mats Ek, Hans van Manen, Ed Wubbe und der Einstudierung von Balanchines "Divertimento No. 15" und Fokines "Der Feuervogel" (Musik: Strawinsky) bereicherten die Rekonstruktionen historisch bedeutender Werke den Spielplan. So studierten Claudia Jeschke und Ann Hutchinson Nijinskys "L’Après-midi d’un faune" (Musik: Debussy) und Arthur Saint-Léons "La Vivandière – Pas de six" (Musik: Jean-Baptiste Nadaud und Cesare Pugni) nach den Originalnotationen und Millicent Hodson und Kenneth Archer ihre Rekonstruktion von Nijinskys "Le Sacre du printemps" ein. Die Rekonstruktion von Jean Börlins "Skating Rink" (Musik: →Arthur Honegger) erarbeiteten Hodson/Archer sogar mit dem Ballett des Opernhauses Zürich, Uraufführung war am 7.1.1996. 1999–2001 war B. Ballettdirektor des Saarländischen Staatstheaters Saarbrücken.

Auszeichnungen

  • Christl-Zimmerl-Preis für das Erstlingswerk "Über Leben" von 1982.


Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Bernd Roger Bienert, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 197–198.

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