Bettina Lindtberg

Aus Theaterlexikon
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* 21.3.1946 Zürich, † 2.7.2002 Zürich. Tochter des Regisseurs und Intendanten →Leopold L. und der Pianistin Valeska L.-Hirsch. ∞ Carl Bucher, Maler und Plastiker.

Nach der Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien (1965–68) debütierte L. 1968/69 am Theater der Jugend in Wien. Danach Engagements 1969–73 am Düsseldorfer Schauspielhaus (unter anderem Stubenmädchen in Shaws "Pygmalion", Regie: →Maximilian Schell, Araminta in Christopher Hamptons "Der Menschenfreund", Regie: →Elisabeth Bergner, Diana in Shakespeares "Ende gut, alles gut" und Hermia in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum", Regie: Jean-Pierre Ponnelle) und 1973–75 an den Städtischen Bühnen Nürnberg (unter anderem Christopherl in Nestroys "Einen Jux will er sich machen" und Gretchen in Goethes "Faust I", Regie beide: George Tabori, Amalia in Schillers "Die Räuber", Luciana in Shakespeares "Komödie der Irrungen", diverse Rollen in Arrabals "Der Tausendjährige Krieg", Regie: Jorge Lavelli, und Stella in Williams’ "Endstation Sehnsucht"). 1975–78 gehörte L. zum Ensemble des →Schauspielhauses Zürich. Dort spielte sie beispielsweise Rosalie in Nestroys "Das Mädl aus der Vorstadt", Regie: Leopold L., Leni in Nestroys "Höllenangst", Regie: →Michael Hampe, Gwendolen in der Schweizer Erstaufführung von Tom Stoppards "Travesties", Regie: Leopold L., Mädchen mit Hund in →Bertolt Brechts "Schweyk im Zweiten Weltkrieg", Regie: →Harry Buckwitz, und Sarah in der Uraufführung von →Jürg Federspiels "Brüderlichkeit", Regie: Max Peter Ammann. Ab 1978 war L. freischaffend tätig, unter anderem bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen und der →Bühne 64 Zürich (beide 1979/80), am →Theater an der Winkelwiese Zürich (1984), erneut am Schauspielhaus Zürich (1988 Marie Rhon in Schnitzlers "Das weite Land", Regie: →Hans Hollmann), am →Städtebundtheater Biel-Solothurn (1994/95 Kaiserin Julia in →Friedrich Dürrenmatts "Romulus der Grosse" und alle Frauenrollen in Taboris "Goldberg-Variationen", Regie beide: →Rudolf Kautek) und bei der freien Gruppe →In Situ, Chur (1996 mit James Joyces Monolog "Molly Bloom", Regie: Adrian Fry). Daneben Tätigkeit bei Film und Fernsehen.



Autor: Jean Grädel



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Grädel, Jean: Bettina Lindtberg, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1114–1115.

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