Brigitte Lenz

Aus Theaterlexikon
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* 23.5.1930 Halberstadt (D).

1946/47 Schneiderlehre, dann Ausbildung als Bühnen- und Kostümbildnerin an der Meisterschule für Kunsthandwerk Berlin-Charlottenburg mit staatlichem Abschluss. 1959 erste Theaterengagements als Bühnen- und Kostümbildnerin an den Städtischen Bühnen Quedlinburg sowie an der Freilichtbühne des Harzer Bergtheaters. 1959–60 Anfertigung von Spielfiguren für das Puppentheater Halle. 1961–65 Kostümgestalterin beim Westdeutschen Rundfunk Köln. 1966–69 künstlerische Assistentin an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart; 1966 Kostümgestalterin und Bühnenbildnerin für das Theater am Dom in Köln. 1969–75 und 1979–92 Kostümbildnerin und Leiterin der Kostümabteilung am →Stadttheater Bern, 1975–79 in gleicher Funktion an der Hamburgischen Staatsoper. In ihrer Berner Zeit war L. für die Kostümherstellung von rund 130 Produktionen des Schauspiels, des Balletts, der Oper und der Operette zuständig. Einige Beispiele: Johann Strauß’ "Die Fledermaus" (1969), Smetanas "Die verkaufte Braut" (1974), Bernsteins "Fancy Free" (1983), Verdis "Otello" (1985), Tschaikowskys "Der Nussknacker" (1987), Donizettis "Don Pasquale" (1989), →Niklaus Manuels "Berner Totentanz" (1991, auf dem Münsterplatz Bern). Daneben Tätigkeit als Kostümbildnerin am →Stadttheater St. Gallen (1975 Kálmáns "Gräfin Mariza") und am →Stadttheater Luzern (1986 Adams "Giselle"). Persönlicher Karriere-Höhepunkt war für L. 1974 die Zusammenarbeit mit Bühnenbildner →Toni Businger bei Richard Strauss’ "Der Rosenkavalier" am Stadttheater Bern.



Autor: Peter Tschanz



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Tschanz, Peter: Brigitte Lenz, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1097.

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