Bruno Cathomas

Aus Theaterlexikon
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* 11.10.1965 Laax GR.

1981–86 Ausbildung zum Konstruktionsschlosser, Anstellung bei der Ems Chemie in Ems. Daneben Gesangsausbildung bei Armin Caduff in Tavanasa, Chormitglied und Solist in der Operngruppe "La Cene e Pronta". 1988–92 Schauspielausbildung an der →Schauspiel-Akademie Zürich, Zürich ZH, Auszeichnung für das beste Schauspiel-Solo beim Treffen der Schauspielschulen 1990 in Hamburg, 1992 →Emil-Oprecht-Preis für den besten Schauspielschulabsolventen. 1992–97 war C. unter der Direktion von Frank Castorf an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin engagiert. Dort spielte er unter anderem in →Christoph Marthalers "Murx den Europäer! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn ab!", Johannes Vockerat in Hauptmanns "Einsame Menschen" (Regie: Leander Haußmann) und die Titelrolle in Shakespeares "Richard III." (Regie: Martin Kušej). Daneben gastierte er unter anderem 1998 in der Baracke des Deutschen Theaters in Berlin als Robbie in Mark Ravenhills "Shoppen und Ficken" (Regie: Thomas Ostermeier). 1998 engagierte ihn →Stefan Bachmann, mit dem er schon an der Volksbühne Berlin und am Schauspielhaus Wien zusammengearbeitet hatte, ans →Theater Basel, Basel BS. Dort spielte C. unter anderem 1998 Ajas in Shakespeares "Troilus und Cressida" (Koproduktion mit den Salzburger Festspielen), 1999 König Artus in Tankred Dorsts "Merlin" und Lysander in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum", 2000 Sebastian in Shakespeares "Der Sturm" und Veit Kunz in →Frank Wedekinds "Franziska" (Regie jeweils: Bachmann) sowie Franz Moor in Schillers "Die Räuber" (Regie: Lars-Ole Walburg). Seit 2001 arbeitet C. als freier Schauspieler und Regisseur, unter anderem an der Schaubühne Berlin und weiterhin am Theater Basel, vermehrt auch als Schauspieler für Fernsehen und Film (unter anderem 1999 Titelrolle in Didi Danquarts Verfilmung von Thomas Strittmatters "Viehjud Levi", dafür wurde C. für den Deutschen Filmpreis als bester Hauptdarsteller nominiert). 1999 und 2000 war C. zudem an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich als Gastdozent im Bereich Schauspiel tätig.

Auszeichnungen

  • 1992 Förderpreis des Kantons Graubünden.


Autor: Dominique Spirgi



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Spirgi, Dominique: Bruno Cathomas, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 358–359.

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