Bruno Manazza

Aus Theaterlexikon
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* 16.4.1912 Vogelsang AG, † 20.12.1969 Meisterschwanden AG. Bruder des Musikers Mario M.

Gesangsausbildung am Konservatorium Zürich. Ergänzende Studien bei Alfredo Cairati in Zürich und →Salvatore Salvati in Basel. Engagements 1939/40 am →Stadttheater St. Gallen, 1942–50 am →Städtebundtheater Biel-Solothurn, 1946–50 auch am →Stadttheater Luzern, 1950–52 am Staatstheater am Gärtnerplatz München, 1952/53 am Opernhaus Düsseldorf, 1953–55 am Nationaltheater Mannheim (unter anderem Tristan in →Frank Martins "Le Vin herbé"). M.s Repertoirepalette umfasste verschiedenste Partien für lyrischen und jugendlichen Heldentenor in Oper und Operette. M. debütierte in St. Gallen als Canio in →Ruggero Leoncavallos "I pagliacci". Gastverpflichtungen unter anderem an der Städtischen Oper Berlin, am →Stadttheater Bern (1946/47 Don Ottavio in Mozarts "Don Giovanni"), an der Bayerischen Staatsoper im Prinzregententheater München (1955/56), am Stadttheater St. Gallen (1948/49 Titelpartie in Offenbachs "Les Contes d’Hoffmann"), an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart (1953/54 Rodolfo in Puccinis "La Bohème"), an der Wiener Staatsoper in der Volksoper (Pinkerton in Puccinis "Madama Butterfly"), am →Stadttheater Zürich (1951/52 Barinkay in Johann Strauß’ "Der Zigeunerbaron", 1952/53 Rodolfo, 1955/56 Turiddu in Mascagnis "Cavalleria rusticana"). M. sang 1952 am Gärtnerplatztheater München in der Uraufführung von Oscar Straus’ Operette "Bozena" den Carel. Verschiedentlich engagiert bei der Berner Radio-Oper (unter anderem als Edgar Aubry in Heinrich Marschners "Der Vampyr"). Aus gesundheitlichen Gründen kam M.s Karriere bereits Ende der fünfziger Jahre zum Abschluss. Danach Tätigkeit als Gesangspädagoge.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Bruno Manazza, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1165–1166.

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