Cäsar Kunz

Aus Theaterlexikon
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* 16.7.1899 Biel BE, † 11.8.1984 Basel. Vater der Schauspielerin und Violinistin Irma K., * 4.11.1921 München (D), dort Kinderrollen in Filmen und beim Rundfunk, 1941/42 Elevin am →Stadttheater Basel.

Zunächst Besuch des Technikums Biel, dann Studium der Malerei in Paris und Ausbildung zum Bühnenbildner. 1919/20 war K. künstlerischer Beirat, 1920/21 Vorstand des Ausstattungswesens, 1921/22 Oberinspektor am Schauspielhaus in München, wo er, unterbrochen von zwei Jahren Theaterarbeit in Belgien, bis 1934 tätig war. 1934–54 war K. technischer Leiter am Stadttheater Basel. Er schuf dort etwa 300 Bühnenausstattungen für Schauspiel, Oper, Operette und Ballett, unter anderem in Zusammenarbeit mit den Regisseuren →Gustav Hartung, →Egon Neudegg, →Max Terpis, →Oskar Wälterlin, →Ernst Ginsberg, →Kurt Horwitz, →Willy Duvoisin, →Werner Kraut und →Friedrich Schramm. K. entwarf unter anderem die Bühnenbilder für die Uraufführungen von →Albert Steffens "Der Chef des Generalstabs" (1937), "Fahrt ins andere Land" (1938), "Pestalozzi" (1939) und "Märtyrer" (1947), für die deutschsprachigen Erstaufführungen von Hemingways "Die fünfte Kolonne" (1945), Brittens "Peter Grimes" (1946) und "Der Raub der Lukrezia" (1947), Williams’ "Die Glasmenagerie" (1946), García Lorcas "Bernarda Albas Haus" (1947) und O’Caseys "Rote Rosen für mich" (1948).



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Cäsar Kunz, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1054.

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