Cîrqu’enflex, Basel BS

Aus Theaterlexikon
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Freie Theater- und Artistengruppe ohne feste Spielstätte

Ab 1991 zeigte das C. – allerdings unter verschiedenen Namen – auf einer wandel- und fahrbaren Bühne Freilichtspektakel. Seit 1994 ist die Gruppe unter dem Namen C. bekannt. Fester Kern sind die Artisten Catherine Rutishauser und Fabian Nichele sowie die Tänzerin und Artistin Bea Nichele; weitere Beteiligte werden produktionsbezogen engagiert. Das C. bewegt sich zwischen den Sparten Artistik, Theater, Tanz und Musik und will dem Nummernprogramm des traditionellen Zirkus etwas Ganzes und Zusammenhängendes entgegenstellen. Produktionen: 1991 "Arena Amonas-Tortellonis" und "Schlottercircus", 1992 "Comikaze", 1993 "Heute Bräute" mit der Musikgruppe Les Reines Prochaines. 1994/95 Durchbruch mit der Produktion "Wenn man in einen Bach pisst, weint die Muttergottes", die, wie die folgenden Produktionen, auch auf Tournee in Deutschland und Frankreich aufgeführt wurde. 1997 zeigte C. "Zoom" (Regie: Tom Ryser) im eigenen Zelt mit ungewöhnlicher Halbkugel-Architektur (finanziert unter anderem durch die Lotteriefonds Baselstadt und Baselland sowie den Förderverein Cîrqu’enflex). 1998 folgte "Der Mann der Tochter meiner Geliebten …" (Regie: Ryser) wieder als Freilichtaufführung. 2001 kaufte sich die Gruppe ein altes, viermastiges Zelt, das 300 Personen Platz bietet, und zeigte darin "Gefährliche Spiele" (Regie: Ryser). Finanziell unterstützt von der Kulturstiftung Pro Helvetia, reiste C. im Herbst 2002 für einen Monat nach Südafrika, um Theaterworkshops und eine Tournee durchzuführen. 2002 "Cîrqu’enflex.homme", ein Einmannspektakel von F. Nichele.



Autorin: Sylvia Zysset



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Zysset, Sylvia: Cîrqu'enflex, Basel BS, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 386–387.