Cathérine Miville

Aus Theaterlexikon
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* 14.9.1954 Basel. Tochter des Ständerats Carl M., Enkelin des Regierungsrats Dr. Carl M., der ab 1940 Vorstandsmitglied, 1941–49 Präsident der Genossenschaft des →Stadttheaters Basel war.

1974 Matura am Holbein-Gymnasium Basel, dann Regieassistentin an den →Basler Theatern, unter anderem bei Gustav Rudolf Sellner, →Werner Düggelin und →Hans Hollmann. 1975/76 unter der Direktion Hollmanns Mitarbeiterin im künstlerischen Betriebsbüro an den Basler Theatern. 1976 Beginn des Studiums der Theaterwissenschaft, Germanistik und Betriebswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Abschluss: Magister Artium), daneben weiterhin praktische Theaterarbeit, unter anderem 1977 Regieassistenz bei Shakespeares "Coriolan" (mit Boy Gobert und Elisabeth Flickenschildt, Regie: Hollmann, Koproduktion des Thalia-Theaters Hamburg mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen). Wesentlich war vor allem M.s künstlerische und organisatorische Arbeit bei der Münchner Lach- und Schiessgesellschaft seit 1976: unter anderem zunächst als Regieassistentin bei Sammy Drechsel, Werner Schneyder, Joachim Roering, dann auch als Regisseurin (beispielsweise 1982 "Ende der Spielzeit" als letztes Duoprogramm von Dieter Hildebrandt und Schneyder). Nach dem Tod Drechsels 1986 war M. bis Ende 2000 geschäftsführende Gesellschafterin und übernahm die Regie der populären Kabarett-Sendereihe "Scheibenwischer" mit Hildebrandt (Sender Freies Berlin). Zudem inszenierte sie bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, unter anderem 1990 das kabarettistische Spektakel "Happy Metal(l)". Seit Beginn der Spielzeit 2002/03 ist M., als Nachfolgerin von →Guy Montavon, Intendantin des Stadttheaters Gießen.



Autorin: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Cathérine Miville, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1253.

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