Charlotte Joss

Aus Theaterlexikon
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* 22.2.1953 Glarus.

1973–76 Schauspielausbildung an der →Schauspiel-Akademie Zürich, →Emil-Oprecht-Preis; zudem Ausbildung in Alter Musik am Konservatorium Zürich. Erstes Engagement 1976–79 unter Schauspieldirektor Claus Peymann an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart, wo J. beispielsweise Inka in der Uraufführung von Gerlind Reinshagens "Sonntagskinder", Mariane in Molières "Tartuffe" und mehrere Rollen in Stücken von Dario Fo spielte. 1979–83 gehörte J. unter der Direktion von →Helmut Palitsch zum Ensemble des →Theaters am Neumarkt Zürich (unter anderem Jenny in →Bertolt Brecht/Weills "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny", Helga in Kroetz’ "Nicht Fisch, nicht Fleisch" und Elisabeth in der Thomas-Brasch-Collage "Kaltes Herz"). Danach 1983/84 am Landestheater Württemberg-Hohenzollern in Tübingen (Polly in der deutschsprachigen Erstaufführung von Fos "Die Oper vom grossen Hohngelächter"). Seit 1984 ist J. als freischaffende Schauspielerin tätig. Sie spielte unter anderem auf Tournee mit der Tübinger Produktion von Manfred Karges "Jacke wie Hose" (1984–85) sowie dem Zelttheater Compagnia Mobile (1985–86), am Stadttheater Konstanz (1987 Polly in Brecht/Weills "Die Dreigroschenoper", 1991 Maria Tura in Jürgen Hofmanns "Noch ist Polen nicht verloren"), am →Stadttheater Luzern (1989 mehrere Rollen in der Schweizer Erstaufführung von Botho Strauß’ "Sieben Türen") sowie seit 1993 regelmässig am →Kellertheater Goldige Schluuch in Winterthur (darunter 1993 Paulina Salas in Ariel Dorfmans "Der Tod und das Mädchen" und 1994 Antoinette Stein in →Max Frischs "Biografie. Ein Spiel", Regie jeweils: →Albert Michel Bosshard). Daneben unterrichtet J. seit 1991 als Dozentin für Schauspiel und Musik an der Schauspiel-Akademie/→Hochschule Musik und Theater Zürich. Ausserdem leitet sie den Zeller Chor und wirkt als Regisseurin, unter anderem am Casinotheater Winterthur (2003 →Paul Steinmanns Musikrevue "Das Comeback der Geschwister Schmid") und mit Laiengruppen (etwa 1998–99 mit der Theatergruppe Kulisse Küsnacht oder 2001 mit der Theatergruppe Fällanden →Friedrich Dürrenmatts "Die Physiker").



Autor: Tanja Stenzl



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Stenzl, Tanja: Charlotte Joss, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 939–940.

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