Charlotte Schwab

Aus Theaterlexikon
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* 17.12.1952 Basel. ∞ I. Peter Simonischek, Schauspieler, ∞ II. Sven-Eric Bechtolf, Schauspieler und Regisseur.

Aufgewachsen in Basel, lernte S. zunächst Telefonistin. Dann Schauspielausbildung am →Konservatorium für Musik Bern. Erste Engagements 1974/75 am Theater der Stadt Trier, 1975/76 am Staatstheater Darmstadt (Ophelia in Shakespeares "Hamlet"), 1976–80 am Schauspielhaus Düsseldorf (Luise in Schillers "Kabale und Liebe") und 1980/81 am Theater der Freien Hansestadt Bremen. Danach wirkte S. als Gast an der Schaubühne Berlin (1981 Helga in Kroetz’ "Nicht Fisch, nicht Fleisch", Regie: →Peter Stein), am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg (1982 Stella in Williams’ "Endstation Sehnsucht"), an der Freien Volksbühne Berlin und am Schauspielhaus Bochum (1984 Jenna in der deutschsprachigen Erstaufführung von Lars Noréns "Dämonen", Regie: Claus Peymann). 1985–89 war S. Ensemblemitglied des →Schauspielhauses Zürich und spielte dort unter anderem Susanne in Horváths "Figaro lässt sich scheiden", Alkmene in Kleists "Amphitryon" (Regie: Inge Flimm), Christine in Horváths "Zur schönen Aussicht" (Regie: →Werner Düggelin) und die Titelrolle in Strindbergs "Fräulein Julie" (Regie: →Norbert Schwientek). 1989–99 war S. am Thalia-Theater Hamburg engagiert, wo sie unter anderem Olivia in Shakespeares "Was ihr wollt" und Regan in Shakespeares "König Lear" (Regie beide: →Jürgen Flimm), Hermiane in Marivaux’ "Der Streit" und Emilie Mech in →Bertolt Brechts "Baal" (Regie beide: Bechtolf), Jenny in Brecht/Weills "Die Dreigroschenoper" (Regie: →Katharina Thalbach) verkörperte. Daneben Gastverpflichtungen unter anderem an den Salzburger Festspielen (1992 Ehefrau in der deutschsprachigen Erstaufführung von Wyspiańskis "Wesele – Das Hochzeitsfest", Regie: Andrzej Wajda). Seit 1999 ist S. freischaffend tätig, unter anderem spielte sie 2003 an den Hamburger Kammerspielen Medea in der Uraufführung von Ariel Dorfmans "Purgatory" (Regie: Peter Löscher). Seit Mitte der neunziger Jahre zahlreiche Film- und Fernsehrollen.

Auszeichnungen

  • 1978 Förderpreis der Stadt Düsseldorf.


Autorin: Julia Danielczyk



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Danielczyk, Julia: Charlotte Schwab, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1646.

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