Charlotte Sender

Aus Theaterlexikon
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* 1.4.1918 Zürich. ∞ →Egon Karter, Sänger, Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter.

Gesangsstudien bei Violette Andréossi in Genf und am Konservatorium Zürich bei Ria Ginster, Schauspiel- und Sprechunterricht bei →Ellen Widmann in Zürich. Engagements 1943–47 am →Städtebundtheater Biel-Solothurn und 1947–51 am →Stadttheater Bern. In ihrem Repertoire fanden sich Partien für lyrischen und jugendlich-dramatischen Sopran, so beispielsweise Myrtocle in Eugen d’Alberts "Die toten Augen", Nedda in →Ruggero Leoncavallos "I pagliacci", die Mozart-Rollen Dorabella in "Così fan tutte", Donna Elvira in "Don Giovanni", Susanna in "Le nozze di Figaro" und Pamina in "Die Zauberflöte", die Puccini-Partien Mimì in Puccinis "La Bohème", Ciò-Ciò San in "Madama Butterfly" und Liù in "Turandot", Marie in Smetanas "Die verkaufte Braut", Sonja in →Heinrich Sutermeisters "Raskolnikoff", Desdemona in Verdis "Otello" und Violetta Valéry in dessen "Traviata" sowie Agathe in Webers "Der Freischütz". S. gastierte unter anderem am →Stadttheater Basel (Micaëla in Bizets "Carmen", Donna Elvira in Mozarts "Don Giovanni"), am →Stadttheater Luzern (Asteria in Glucks "Telemacco ossia l’isola di Circe"), am →Stadttheater St. Gallen (1949 Mutter in der szenischen Uraufführung von Sutermeisters "Die schwarze Spinne", Regie: →Karl Gotthilf Kachler, musikalische Leitung: →Silvio Varviso), am →Stadttheater Zürich (Komponist in Richard Strauss’ "Ariadne auf Naxos"), am Landestheater Innsbruck und am Raimund-Theater Wien (Angèle Didier in Lehárs "Der Graf von Luxemburg"). 1963–70 unternahm S. Operetten-Tourneen durch Deutschland und die Schweiz (unter anderem als Sylva Varescu in Kálmáns "Die Csárdásfürstin", Lisa in Lehárs "Das Land des Lächelns" und Sonja in dessen "Zarewitsch" sowie Rosalinde in Johann Strauß’ "Die Fledermaus"). An der von ihrem Mann geleiteten →Komödie Basel trat sie nicht nur in den Titelrollen von Jerry Hermans "Hello, Dolly!" und Suppés "Die schöne Galathee" auf, sondern war gelegentlich auch als Schauspielerin zu sehen.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Charlotte Sender, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1676–1677.

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