Christa Ranacher

Aus Theaterlexikon
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* 12.12.1953 Döllach (A).

R. studierte Musikpäda­gogik und Gesang an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien und nahm Unterricht unter anderem bei Elisabeth Schwarzkopf und Mario del Monaco. 1984/85 debütierte die Sopranistin am Stadttheater Regensburg, 1985/86 Engagement als Solistin an den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach. R. gastierte unter anderem an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg (1989–96), am Staatstheater am Gärtnerplatz München, am Nationaltheater Mannheim, am Stadttheater Klagenfurt, am Niedersächsischen Staatstheater Hannover, an der Komischen Oper Berlin und am →Opernhaus Zürich. Sie sang unter anderem die Rolle der Gräfin in Mozarts "Figaros Hochzeit", Donna Anna in Mozarts "Don Giovanni", Agathe in Webers "Der Freischütz", Leonore in Beethovens "Fidelio", Marie in Smetanas "Die verkaufte Braut", die Titelrolle in Puccinis "Tosca" sowie die Titelrolle in Richard Strauss’ "Salome" und Zdenka in dessen "Arabella". Im modernen Bereich machte sie sich mit der Interpretation der Titelpartie von Matthus’ "Judith", in der Rolle der Sophie in Friedrich Cerhas "Baal" und als Andromache in Aribert Reimanns "Troades" einen Namen. Seit 1991/92 ist R. Ensemblemitglied am →Stadttheater Bern, wo sie unter anderem als Senta in →Richard Wagners "Der fliegende Holländer", als Lisa in Tschaikowskys "Pique Dame" und als Amélia in Hans Gefors "Clara" zu sehen war. 1995/96 sang sie die Stella in der von ihrem Lebenspartner →Eike Gramss in­szenierten Schweizer Erstaufführung von Berthold Goldschmidts "Der gewaltige Hahnrei".

Auszeichnungen

  • 1987 Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen.


Autorin: Julia Danielczyk



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Danielczyk, Julia: Christa Ranacher, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1462–1463.

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