Christian Haller

Aus Theaterlexikon
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* 28.2.1943 Brugg AG.

1959–63 Ausbildung am Lehrerseminar Wettingen, 1970–74 Studium der Zoologie an der Universität Basel. Projektleiter und später Bereichsleiter für soziale Studien des Gottlieb Duttweiler Instituts. Seit 1982 freier Schriftsteller. 1987–90 Dramaturg am Theater Die →Claque, Baden. In der Arbeit als Dramaturg setzt sich H. mit der Frage der Umsetzung von literarischem Theater für eine aufgeklärte, urbane Gesellschaft auseinander. 1988–94 war H. Präsident der →VTS; er war federführend tätig bei der Umwandlung dieser Vereinigung in einen Berufsverband, insbesondere bei der Neuformulierung des Berufsbilds Theaterschaffender und der Einführung eines entsprechenden Berufsregisters. Bühnenwerke: "Götterspiele" (Uraufführung 24.4.1987 Theater am Spittel Bremgarten, Regie: H.), "Leben" (1992), Textfassung von Calderóns "Das grosse Welttheater" für die Aufführung des →Welttheaters Einsiedeln (zusammen mit →Dieter Bitterli, 1992), Spielfassung des →Osterspiels von Muri (1994). Daneben Prosatexte, unter anderem "Strandgut" (Roman, 1991), "Der Brief ans Meer" (Roman, 1995), "Kopfüberland oder Die Reise zu den Bäumen" (Eine Geschichte, 1996) und "Die verschluckte Musik" (Roman, 2001).

Auszeichnungen

  • 1984 und 1987 Werkjahr des Kuratoriums zur Förderung des kulturellen Lebens des Kantons Aargau,
  • 1985 Werkbeitrag des Bundesamts für Kultur,
  • 1986 Beitrag der Dramatikerförderung der Stiftung Pro Helvetia,
  • 1988 Literaturförderung des Migros-Genossenschaftsbundes.


Autor: Peter Arnold



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Arnold, Peter: Christian Haller, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 787.

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