Christina McDermott

Aus Theaterlexikon
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* 25.8.1970 Heilbronn (D).

Ausbildung 1977–87 bei →Herta Bamert an der Ballettakademie in Zürich, 1987 an der Ecole de l’Opéra de Paris, 1987/88 bei Martin Puttke an der Staatlichen Ballettschule Ostberlin und 1988/89 bei Konstanze Vernon an der Heinz-Bosl-Stiftung München. Die Schweizer Tänzerin wurde zur Spielzeit 1989/90 ans Bayerische Staatsballett München engagiert, avancierte 1991 zur 1. Solistin und tanzte unter anderem die Ballerinenrollen in "Giselle" (Musik: Adolphe Adam) und "Schwanensee" (Tschaikowsky), Olga in "Onegin" (Tschaikowsky) und Bianca in "Der Widerspenstigen Zähmung" (Musik: Kurt-Heinz Stolze nach Domenico Scarlatti, Choreografie beide: John Cranko) sowie Louise in John Neumeiers "Nussknacker" (Tschaikowsky), kreierte die Rolle der Dulcinea in Ray Barras Version von "Don Quixote" (Ludwig Minkus) und brillierte besonders in Werken von Hans van Manen, Jiří Kylián und George Balanchine. Van Manen schuf für sie und Oliver Wehe den Pas de deux "Nacht". 1995–2000 war sie erste Solistin beim Royal Ballet London, tanzte Partien wie Gamzatti aus "La Bayadère" (Minkus) und Myrtha aus "Giselle" sowie in Werken von Frederick Ashton, Kenneth MacMillan und William Forsythe und zeigte ein sensationelles Debüt als Aurora in "Dornröschen" (Tschaikowsky). 2000/01 Solistin beim Königlichen Dänischen Ballett in Kopenhagen. Im Sommer 2001 beendete M. ihre Tänzerinnenkarriere und begann eine Ausbildung in Kunstgeschichte beim Londoner Auktionshaus Christie’s.

Auszeichnungen

  • 1987 beste Schweizerin beim →Prix de Lausanne,
  • 1988 Bronzemedaille am Internationalen Ballettwettbewerb Varna,
  • 1989 Goldmedaille am Internationalen Tänzerwettbewerb in Moskau und
  • Spezialpreis der Jury beim Prix d’Eurovision in Paris.


Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Christina McDermott, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1214.

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