Christine Jaroszewski

Aus Theaterlexikon
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* 8.9.1968 New York (USA). ∞ Christoph Lechner, Tänzer.

Ausbildung an der School of American Ballet in New York und an der National Ballet School in Toronto. Erstes Engagement als Gruppentänzerin ab Januar 1985 für eineinhalb Spielzeiten am Ballett der →Basler Theater unter →Heinz Spoerli. 1986–93 Mitglied des Balletts am →Opernhaus Zürich unter →Uwe Scholz und →Bernd Roger Bienert (1986/87 im Corps de Ballet, 1987/88 Halbsolistin, 1988–91 Solistin, 1991–93 erste Solistin). In so unterschiedlichen Werken wie Jiří Kyliáns "Verklärte Nacht" (Musik: Schönberg), Bienerts "Unruhiges Wohnen", Jorma Uotinens "Rendering" (Musik: Schubert/Berio) und Scholz’ "Oktett" (Musik: Mendelssohn Bartholdy), "Skythische Suite" (Musik: Prokofjew) und "Symphonische Tänze" (Musik: Rachmaninow) tanzte J. technisch versiert und mit besonderer Sensibilität. Sie gestaltete die Julia in John Crankos "Romeo und Julia" (Musik: Prokofjew) und die Titelrolle in "La Sylphide" in Peter Schaufuss’ Version nach August Bournonville (Musik: Hermann S. Løvenskjold) mit verinnerlichtem Ausdruck, verkörperte die Musik im 1. Satz von Scholz’ "Symphonie Nr. 2" (Musik: Schumann) unnachahmlich und brillierte in Bienerts "2trazoM" (Musik: Mozart). Als Gastsolistin 1993–95 im Ballett der Leipziger Oper unter Scholz tanzte sie die Prinzessin Aurora in "Dornröschen" (Musik: Tschaikowsky) und in "Symphonie fantastique" (Musik: Berlioz). Beim Ballett des →Stadttheaters Bern unter →Martin Schläpfer 1995–99 bewährte sie sich souverän in Choreografien von George Balanchine, Hans van Manen, Schläpfer und →Martino Müller. Danach experimentelle Arbeit und Gastverträge. Ausbildung in Körpertherapien, führt mit ihrem Mann ein Fitness-Centre in London.



Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Christine Jaroszewski, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 919.

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