Christine Lauterburg

Aus Theaterlexikon
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* 12.3.1956 Bern. ∞ I. →Max Rüdlinger, Schauspieler, ∞ II. Zsolt Marffy, Musiker.

Lehrerinnenseminar Marzili, 1977 Lehrpatent, danach Lehrerin im bernischen Thörigen. 1978–82 Schauspielausbildung am →Konservatorium für Musik und Theater Bern. Während der Ausbildung spielte L. bereits 1980 in Bruno Nicks Film "Eine vo dene", 1981 wurde sie durch Clemens Klopfenstein/Remo Legnazzis Film "E nachtlang Füürland" einem breiten Publikum bekannt. Es folgten Theaterengagements 1982/83 am Kinder- und Jugendtheater der Württembergischen Landesbühne in Esslingen (Pam in Bonds "Gerettet"), 1985/86 an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main, 1986 am →Od-Theater Basel (in Enzensbergers "Untergang der Titanic"). 1988, 1989 und 1990 war sie in Produktionen des →Berner Ensembles zu sehen, so als Mutter in →Beat Sterchis "Dr Sudu", Tochter in der Uraufführung von →Markus Köbelis "Peepshow" und in mehreren Rollen in Sterchis "Äm Gessler sy Huet". In Produktionen des →Theaters Chindli­frässer spielte L. 1990 die Marquise de Merteuil in Marguerite Zaugg/Eduard Kaesers berndeutscher Fassung von Christopher Hamptons "Les Liaisons dangereuses" (Freilichtaufführung im Innenhof der Orangerie Elfenau in Bern, Regie: →Markus Keller), und 1992 wirkte sie in Zaugg/Kaesers Mundartfassung von Orwells "Farm der Tiere" mit (Koproduktion mit dem →Stadttheater Bern). Sie erarbeitete auch eigene Programme, so 1991 gemeinsam mit →Susanne Leutenegger das Stück "AmaZone oder Der Eros der Wirklichkeit", das sie zusammen am →Zähringer-Refugium in Bern aufführten, und 1993 mit →Walter Küng den Theaterabend "Rochholz" (→Theater Tuchlaube Aarau). L., die erst 1986 mit dem Gesangsstudium (Jodeln) begann, experimentierte mit Volksmusik, erfand das "Technojodeln" und tourte mit verschiedenen Formationen im In- und Ausland. Seit den neunziger Jahren trat ihre Arbeit als Schauspielerin zu Gunsten ihrer Tätigkeit als Sängerin zurück. L. veröffentlichte mehrere Tonträger und spielte zahlreiche Rollen in Schweizer Filmen, beispielsweise 1984 in Klopfsteins "Der Ruf der Sybilla" und 1988 in dessen "Macao oder die Rückseite des Meeres".



Autorin: Angelika Hunziker



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Hunziker, Angelika: Christine Lauterburg, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1087–1088.

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