Christof Oswald

Aus Theaterlexikon
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* 4.7.1969 Männedorf ZH.

1988–91 Schauspielausbildung an der →Schauspiel-Akademie Zürich. Nach Stückverträgen bei der →Claque in Baden (Leo in der Schweizer Erstaufführung von →Philipp Engelmanns "Oktoberföhn") und am Alten Schauspielhaus Stuttgart (Cherubin in Turrinis "Der tollste Tag") gehörte O. 1992–98 zum Ensemble des →Städtebundtheaters Biel-Solothurn/→Ensemble Theaters der Regionen Biel-Solothurn. Dort verkörperte er rund dreissig Rollen, darunter 1992 Pierre in Giraudoux’ "Die Irre von Chaillot" und Parzival in Handkes "Das Spiel vom Fragen oder Die Reise zum sonoren Land", 1994 Artur in Mrożeks "Tango" (Regie: →Rudolf Kautek) und Eugen Rümpel in Carl Laufs’ "Pension Schöller" (Regie: →Franz Matter), 1995 Goldberg in Taboris "Goldberg-Variationen", Lucky in Becketts "Warten auf Godot" (Regie: →Peter-Andreas Bojack) und Johannes Pinneberg in Dorst/Zadek/Falladas "Kleiner Mann – was nun?", 1996 Konstantin in Tschechows "Die Möwe", Hitler in Taboris "Mein Kampf" (Regie beide: Kautek) und Wurm in Schillers "Kabale und Liebe" (Regie: Sabine Hug), 1997 Prinz Tandi in Lenz’ "Der neue Menoza oder Geschichte des cumbanischen Prinzen Tandi" (Regie: Manfred Weiss) und Sosias in Kleists "Amphitryon" sowie 1998 Puck in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum". Seit 1998 ist O. als freischaffender Schauspieler vor allem für Film und Fernsehen tätig. Daneben wirkte er weiterhin in Theaterproduktionen mit, unter anderem in Zürich (etwa mit der von ihm mitbegründeten freien Gruppe "Club Charade"), bei →Zamt & Zunder sowie erneut am Ensemble Theater der Regionen Biel-Solothurn (beispielsweise 1998 in der Titelrolle von Molières "Don Juan" und als Frosch in Johann Strauß’ "Die Fledermaus" sowie 1999 als Tranio in Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung").



Autorin: Tanja Stenzl



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Stenzl, Tanja: Christof Oswald, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1361, mit Abbildung auf S. 1361.

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