Christoph Haering

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* 1.12.1958 Basel. ∞ Gabrielle Hürlimann, Regisseurin und Dramaturgin (Schwester des Autors →Thomas Hürlimann).

Schon als Gymnasiast Sprecher am →Basler Marionettentheater. 1977 Matura, dann Studium der Germanistik, Anglistik und Romanistik in Paris und Basel; als Schauspieler und Koregisseur aktiv beim Studententheater "The Gay Beggars" des Englischen Seminars Basel. Es folgten erste Regiearbeiten, darunter 1986 Jewgenij Schwarz’ "Der Drache" mit Schülern. 1984–88 war H. Regieassistent an den →Basler Theatern (unter anderem bei →Volker Hesse, →David Mouchtar­-Samorai, →Marc Zurmühle, Herbert König, Anna Badora), am Schauspiel Frankfurt und am Schillertheater Berlin. Regie führte er anschliessend an den Basler Theatern (1986 Beiprogramm zu García Lorcas "Komödie ohne Titel" im Foyer des Stadttheaters), am →Stadttheater Luzern (1987 "Beckett Abend", 1988 Uraufführung von →Hansjörg Schertenleibs "Stoffmann und Herz") und am Basler Marionetten Theater. 1988–91 war H. leitender Dramaturg am →Städtebundtheater Biel-Solothurn. Dann wechselte er in die freie Szene, erarbeitete unter anderem den Friedrich-Glauser-Abend "Hat man noch Sehnsucht" und mehrere Produktionen mit dem →Figurentheater Vagabu Riehen (darunter Text und Regie von "Frankenstein"), unterrichtete Improvisation an der →Schauspiel-Akademie Zürich, initiierte mit →Peter Danzeisen "Businesstheater", bis er 1995 vom Migros Kulturprozent als Projektleiter Kultur­animation engagiert wurde. Seit 1997 baute er dort die Fördersparte Kleinkunst auf und ist heute der Leiter der Abteilung "Performing Arts".



Autorin: Verena Stössinger



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Stössinger, Verena: Christoph Haering, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 783.

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