Christoph Kuhn

Aus Theaterlexikon
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* 20.11.1937 Basel.

Studium der Germanistik und Romanistik in Paris, Bern und Zürich; Promotion 1966 mit der Arbeit "Witz und Weltanschauung in Nestroys Auftrittsmonologen". Noch während des Studiums freie Mitarbeit bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften, unter anderem als Theater- und Literaturkritiker bei der "Weltwoche". Nach einem Jahr Reisen in Mexiko wurde K. 1967 Kulturredaktor beim Zürcher "Tages-Anzeiger" (Kürzel: Kn.), dem er stets treu blieb, allerdings in verschiedenen Positionen: als politischer Redaktor, als Redaktor des Magazins des "Tages-Anzeigers", 1989–93 als Frankreich-Korrespondent, 1994–97 als Ressortleiter Kultur und danach bis zu seiner Pensionierung Ende 2001 als Südamerika-Korrespondent. Seither als freier Publizist tätig. Schwerpunkte seiner kulturjournalistischen Tätigkeit waren die Literatur- und die Theaterkritik. Sein besonderes Interesse galt dem französischen Theater. 1969/70 setzte er sich zusammen mit seinem Redaktionskollegen →Peter Meier für den umstrittenen Direktor des →Schauspielhauses Zürich, →Peter Löffler, ein und danach ganz allgemein für risikofreudiges Theater in Zürich. Mitarbeiter in verschiedenen literarischen Jurys (zum Beispiel der Solothurner Literaturtage). Verfasser verschiedener Essays.

Auszeichnungen

  • Für seinen bislang einzigen Roman "Gestellte Bilder" (1981) erhielt er 1981 eine Ehrengabe der Stadt Zürich und
  • 1982 den Förderpreis der Stadt Bern.


Autor: Tobias Hoffmann-Allenspach



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Hoffmann-Allenspach, Tobias: Christoph Kuhn, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1049.

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