Christoph Leimbacher

Aus Theaterlexikon
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* 22.4.1945 Winterthur ZH.

Nach einjähriger Schauspielausbildung am →Bühnenstudio Zürich fester Regieassistent von →Werner Düggelin. 1965/66 Regieassistent, Dramaturg und Schauspieler am Jungen Theater Göttingen, dort auch erste Regiearbeiten. 1966 Rückkehr in die Schweiz und Tätigkeit als Theaterkritiker für "Die Weltwoche" und die "Basler Nachrichten". 1968–73 persönlicher Referent von Düggelin unter dessen Direktion an den →Basler Theatern, dort Inszenierungen von Lehárs "Die lustige Witwe" (zusammen mit →Pavel Šmok) und Ken Campbells Kinderstück "Fazz und Zwoo". 1974/75 wirkte L. an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main als Referent des Schauspieldirektoriums von Peter Palitzsch, Jürgen Kloth und A. Christian Steiof. 1978/79 war er künstlerischer Mitarbeiter des Generalintendanten Günther Beelitz am Düsseldorfer Schauspielhaus. 1985–87 bildete er – zusammen mit →Luc Bondy und Dieter Sturm – die künstlerische Leitung der Schaubühne am Lehninerplatz in Berlin. Darüber hinaus war L. langjähriger Dozent an der →Schauspiel-Akademie Zürich, wo er auch verschiedene Produktionen leitete. Seit 1996 ist L. Direktor der Otto-Falckenberg-Schule in München, einer der renommiertesten Schauspielschulen im deutschsprachigen Raum. Neben seinen festen Engagements arbeitete er als Regisseur und Dramaturg an verschiedenen Bühnen, mit freien Gruppen und einzelnen Künstlerinnen und Künstlern. So wirkte er 1981 als Produktionsdramaturg bei der Uraufführung von →Thomas Hürlimanns "Grossvater und Halbbruder" am →Schauspielhaus Zürich mit (Regie: Düggelin) und inszenierte unter anderem 1989 →Cäsar von Arx’ "Die Rot Schwizerin" im Depot Tiefenbrunnen in Zürich, 1991 Johannes von Tepls "Der Ackermann und der Tod" in der Stiftskirche Einsiedeln, 1994 den Hanns-Eisler-Abend "Dir auch wurde Sehnsucht nach der Heimat tödlich" am →Theater an der Winkelwiese in Zürich sowie die Uraufführung von Zsuzsanna Gahses "Lever oder Morgenstunde" am →Theater Casino Zug, 1995 →Paul Burkhard/→Walter Leschs "Die kleine Niederdorf-Oper" am →Theater am Hechtplatz in Zürich, 1996 am selben Ort eine Hommage ans Zürcher Kabarett unter dem Titel "Im Cabaret Hirschen", 2002 die Uraufführung von Hürlimanns "Mein liebstes Krokodil" am Theater Ticino in Wädenswil sowie die Soloprogramme von →Kathrin Brenk.



Autor: Redaktion



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Redaktion: Christoph Leimbacher, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1094–1095.

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