Christoph Sommer

Aus Theaterlexikon
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* 1.12.1961 Bern.

1980–83 Schauspielausbildung an der Theaterwerkstatt des →Theaters 1230 in Bern, dort auch erste Rollen. Engagements hatte S. zunächst vor allem an Kleintheatern und bei freien Gruppen in der Schweiz, so in Bern unter anderem am →Narrenpack Theater (1984 Dorfpfarrer in "Ein Schiff wird kommen", Regie: →Piero Bettschen), mit der Theater Kulturgruppe Bern (1989 "Lydeschaft – Vergäbig", 1994 Dostojewskis "Weisse Nächte"), am Theater 1230 (unter anderem 1994 Nationalheld in der Uraufführung der Bühnenfassung von →Friedrich Dürrenmatts Hörspiel "Stranitzky und der Nationalheld", 1995 Stiller in →Max Frischs "Rip van Winkle", 1996 Wachtmeister Studer und "literarischer" Glauser in der Friedrich-Glauser-Collage "Der alte Zauberer", 1997 Titelrolle in einer Bühnenfassung von →Jeremias Gotthelfs "Barthli der Korber", Regie jeweils: →Regina Christen, 1998 Gefängnisinsasse in dem Einpersonenstück "Die Hundeblume", einer Dramatisierung der gleichnamigen Erzählung von Wolfgang Borchert, Regie: Rita Portmann), am Theater Neun von Sieben (1997 Stallmeister in Pavel Kohouts "August August, August", 1998 Hoffnung in Reinfried Keilichs "Der Tod im Lindenbaum"). Ausserdem spielte S. 1995/96 am Kinder- und Jugendtheaterzentrum der Stadt Krefeld KREScH (unter anderem Zettel in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum", Regie: Inge Brand) und gastierte mehrmals am →Stadttheater Bern (1997 diverse Rollen in Goethes "Faust II", Regie: →Eike Gramss, 1997 Antonio in Shake­speares "Was ihr wollt", Regie: Irmgard Lange, 1998 Legendre in Büchners "Dantons Tod", Regie: →Gerd Heinz, 1999 Lank Hawkins in Gershwins "Crazy for You" und 2000 Schrank in Bernsteins "West Side Story", Regie jeweils: →Stefan Huber) sowie am Pfalztheater Kaiserslautern (2000 Sal Andretti in Mancinis "Victor/Victoria" und Invalider in Horváths "Glaube Liebe Hoffnung"), am Alten Schauspielhaus/an der Komödie im Marquardt in Stuttgart (2001 Tito Merelli in Ken Ludwigs "Otello darf nicht platzen", Regie: Peter von Wiese) und bei den Kreuzgangspielen Feuchtwangen (2001 Lüttjohann in →Carl Zuckmayers "Des Teufels General", Regie: →Guido Huonder, und diverse Rollen in Preußlers "Die kleine Hexe", Regie: Gero Wachholz). Seit der Spielzeit 2001/02 gehört S. zum Ensemble der Württembergischen Landesbühne Esslingen, wo er in Hauptrollen wie Peachum in →Bertolt Brecht/Weills "Die Dreigroschenoper" und Adam in Kleists "Der zerbrochne Krug" zu sehen war. Diverse Hörfunk- und Fernsehrollen (unter anderem 2002 Stadtpräsident in der Sitcom "Bürgerbüro", Schweizer Fernsehen DRS).



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Christoph Sommer, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1699.

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