Christoph Wagenknecht

Aus Theaterlexikon
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* 10.12.1944 Berlin (D).

Nach dem Abitur in Bremen Volontariat in der Ausstattung des Theaters der Freien Hansestadt Bremen. 1967–69 Bühnenbildner an der Landesbühne Wilhelmshaven, 1969–71 am Staatstheater Braunschweig, 1971/72 an der Städtischen Bühne Heidelberg, 1972–75 an den Städtischen Bühnen Nürnberg, daneben als Gast in Augsburg, Bremen und Bielefeld, 1975/76 als Gast am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, 1976–78 als Gast am Theater am Turm in Frankfurt am Main, danach unter anderem in Wuppertal, Aachen, Augsburg, Freiburg im Breisgau, Darmstadt, Dortmund, Trier, Esslingen, Kaiserslautern sowie 1980–86 am Studiotheater München. Mitte der achtziger Jahre erste eigene Inszenierungen. 1985–91 arbeitete W. unter der Intendanz von →Eike Gramss an den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld-Mönchengladbach (1989 erste Operninszenierungen mit Rameaus "Platée" und Richard Strauss’ "Ariadne auf Naxos"). 1991 wechselte er mit Gramss ans →Stadttheater Bern. Dort schuf er über sechzig Ausstattungen für Oper, Operette, Musical, Schauspiel und Ballett, etwa für Verdis "Don Carlos", Bizets "Carmen", Hans Henny Jahnns "Der staubige Regenbogen" (alle 1992), Taboris "Mein Kampf" (1993), Anthony Burgess’ "Clockwork Orange", Coline Serreaus "Hase Hase", →Max Frischs "Andorra" und →Matthias Zschokkes "Die Alphabeten" (alle 1994), →Martin Schläpfers Ballett "Strange Fruit" und Ljudmila Rasumowskajas "Am Ende der achtziger Jahre" (alle 1995), Peter Shaffers "Komödie im Dunkeln" (1997), García Lorcas "Sobald fünf Jahre vergehen" (1999), Goldonis "Streit in Chiozza" und Mozarts "Die Zauberflöte" (2000). W. inszenierte in Bern 1992 Smetanas "Die verkaufte Braut" und 1993 Mozarts "Die Entführung aus dem Serail" (jeweils in eigenem Bühnenbild und selbst entworfenen Kostümen). Zudem schuf W. als Gast Ausstattungen und Inszenierungen an zahlreichen deutschen Bühnen. W. war ausserdem Kodrehbuchautor und Ausstatter von Helmer von Lützelburgs Film "Die Nacht des Schicksals" (1982).



Autorin: Angelika Hunziker



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Hunziker, Angelika: Christoph Wagenknecht, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2036.

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