Colette Cerf

Aus Theaterlexikon
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* 13.10.1931 Reims (F). ∞ Jacques Cerf, Komponist.

Ausbildung an der Ballettschule der Pariser Oper. 1949 Solistin der Galas de Versailles. 1954–78 am Stadttheater Zürich/→Opernhaus Zürich, Zürich ZH. C. wurde erst gegen Ende ihrer Karriere zur Solistin ernannt (1973), doch dank ihres engagiert formklaren Tanzens wurde sie schon zuvor – neben den Auftritten in der Gruppe – regelmässig für solistische Aufgaben eingesetzt. C. tanzte neben vielen anderen Rollen die Singvögel-Fee in "Dornröschen" (Musik: Tschaikowsky), den grossen Schwan in "Schwanensee" (Musik: Tschaikow­sky), die Köchin in "Fräulein Julie" (Musik: Ture Rangström), das Polowetzer Mädchen in den "Polowetzer Tänzen" (Musik: Alexander Borodin) sowie die Dame des Hauses in "Les Biches" (Musik: Poulenc) in der Choreografie von Bronislawa Nijinska. Ihre darstellerische Präsenz bewährte sich vor allem auch in pantomimischen Rollen wie derjenigen der alten Madge in "La Sylphide" (Musik: Hermann Løvenskjold) oder der Schulleiterin im "Kadettenball" (Musik: Johann Strauß).



Autor: Richard Merz



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Merz, Richard: Colette Cerf, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 368.

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