Comödine fragile, Basel BS

Aus Theaterlexikon
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Freie Gruppe ohne eigene Spielstätte, 1984–96

Die C. wurde 1984 von Christian Zehnder und Roland Suter in Basel gegründet. Bis 1986 wirkten Juri Stork und Heidi Mück mit, danach traten Zehnder und Suter als Duo auf. Die Texte stammten vor allem von Suter, die Kompositionen von Zehnder, die ihre Programme auch selbst inszenierten. Endregien besorgten →Paul Steinmann, →Andreas Krämer und →Daniel Buser. Die C. spielte in Kleintheatern in der Deutschschweiz, im süddeutschen Raum, in Österreich und Liechtenstein. Sie verband Clownerie, Kabarett und Satire mit anspruchsvollen Formen von Gesang und Musik. Es wurden acht Programme erarbeitet: "Der Plan" (1985), "Parableu & Gigiblue" (1986), "Tschelentatü" (1986), "Tschelen und Tatü auf Bärenjagd" (1987), "Paradiotie" (1988), "Sein oder nicht sein, das ist hier das Theater" (1990), "Kanapee" (1992), "Letzte Ölung" (1994). Dazu kamen das Programm für Kinder und Jugendliche "Die Odysse" (1987) und der Film "So nicht!" (1987) sowie zwei Tonträger "Die paradiotischen Lieder" (1990) und "Kanapee" (1992). 1990–96 regelmässige Mitwirkung in den Sendungen "Satiramisu" und "Spasspartout" von Schweizer Radio DRS. Einzelne Projekte wurden von staatlichen Stellen und privaten Stiftungen finanziell unterstützt. Am 17.2.1996 löste sich das Ensemble auf.

Auszeichnungen

  • 1990 1. Preis Autorenwerkschau Spiez,
  • Bronze am Internationalen Filmfestival in Västeras (Schweden) und
  • Goldenes Einhorn am Internationalen Filmfestival Alpinale in Bludenz (Österreich) für den Film "So nicht!".


Autor: Jürg Seiberth



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Seiberth, Jürg: Comödine fragile, Basel BS, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 397.