Cornelia Kallisch

Aus Theaterlexikon
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* Marbach am Neckar (D).

Zunächst Instrumentalstudium in Stuttgart (Violine und Klavier), dann Gesangsausbildung in München. Nach der künstlerischen Reifeprüfung weitere Ausbildung am Opernstudio der Bayerischen Staatsoper München. Josef Metternich, Siglind Bruhn und Anna Reynolds prägten massgeblich ihre musikalische und stimmliche Entwicklung. Nach zahlreichen internationalen Liederabendtourneen und reger Konzert- und Festspieltätigkeit erste Opernauftritte am →Stadttheater Luzern (1981–83, unter anderem Orpheus in Glucks "Orpheus und Eurydike") und in Heidelberg sowie Gastverpflichtungen an deutschen Opernhäusern (Gelsenkirchen, Wuppertal, Aachen, München). Ab 1991 Ensemblemitglied des →Opernhauses Zürich. Dort wichtige Rollen ihres Fachs, so unter anderem Oktavian in Richard Strauss’ "Der Rosenkavalier", Olga in Tschaikowskys "Eugen Onegin", Prinz Orlofsky in Johann Strauß’ "Die Fledermaus", Kurfürstin in Henzes "Der Prinz von Homburg", Kabanicha in Janáčeks "Katja Kabanowa" (1994, Regie: Ruth Berghaus, musikalische Leitung: →Ralf Weikert), Hexe Ježibaba in Dvořáks "Rusalka", Kundry in →Richard Wagners "Parsifal", Brangäne in dessen "Tristan und Isolde", Wanja in Glinkas "Ein Leben für den Zaren". Besonderen Erfolg hatte K. mit ihren Interpretationen der Judit in Bartóks "Herzog Blaubarts Burg" (1996, Regie: Robert Wilson, musikalische Leitung: Christoph von Dohnányi) und der Königin in der Uraufführung von →Heinz Holligers "Schneewittchen" (1998, Regie: Reto Nickler, musikalische Leitung: Holliger). Neben internationalen Operngastspielen (unter anderem in Brüssel, Paris, München, Lyon, London) erfolgreiche Tätigkeit im Kammermusik- und Orchesterliederbereich (unter namhaften Dirigenten wie Maazel, von Dohnányi, →Nikolaus Harnoncourt, Sawallisch, →Franz Welser-Möst) sowie Teilnahme an wichtigen Projekten mit zeitgenössischer Musik. Verpflichtungen als Meisterkurs-Musikpädagogin im In- und Ausland. Zahlreiche Einspielungen auf Tonträger.

Auszeichnungen

  • Diverse Schallplattenpreise.


Autorin: Regina Senften



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Senften, Regina: Cornelia Kallisch, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 958.

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