Daniel Kasztura

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* 4.10.1948 Bern.

Nach der Matura 1968–70 Ausbildung zum Schauspieler am →Bühnenstudio Zürich. Erste Rollen am →Schauspielhaus Zürich, 1971/72 Engagement am Theater der Freien Hansestadt Bremen (Debüt als Alfred Fischau in Bruckners "Die Verbrecher", Regie: Kurt Hübner). K. wechselte immer wieder zwischen festen Engagements und freischaffender Tätigkeit: 1971 am →Stadttheater Chur (Lucky in Becketts "Warten auf Godot", Regie: →Jean Grädel), 1972 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg (Graf Appiani in Lessings "Emilia Galotti", Regie: Werner Schroeter), 1975–77 an den Bühnen der Stadt Kiel (Duperret in Peter Weiss’ "Marat/Sade" und Silvius in Shakes­peares "Wie es euch gefällt", Regie jeweils: Chris Alexander; Fritz von Berg in Lenz/→Bertolt Brechts "Der Hofmeister" und Bourgognino in Schillers "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua", Regie jeweils: Stephan Stroux), 1979–81 am →Stadttheater Bern (Hänschen Rilow in →Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen", Regie: Stroux; Prometheus in Aristophanes’ "Die Vögel", Regie: Nikolaus Wolcz; der ältere Knabe in Jahnns "Medea", Regie: →Urs Schaub; Romeo in Shakespeares "Romeo und Julia", Regie: →Wolfgang Zörner). 1981–87 Gründungs- und Ensemblemitglied des →Theaters Coprinus Zürich (russischer Student in Golls "Methusalem", Judas in Ireneusz Iredynskis "Leb wohl, Judas", Troll Yngve in Jahnns "Armut, Reichtum, Mensch und Tier", General und Landstreicher in →Joseph J. Arnolds "Feinde" nach Motiven und Erzählungen Tschechows, Regie jeweils: Arnold; Paidagogos in Sophokles’ "Elektra", Regie: →Rosalinde Renn). Seither ist K. wieder freiberuflich tätig, unter anderem spielte er 1987 Adolf Wölfli in "Albumblatt für Adolf Wölfli" (→Tanztheater Nelly Bütikofer im Keller des →Schauspielhauses Zürich, Regie: Ulrich Bodamer), 1988 Kadmos und Bote in Euri­pides’ "Die Bakchen" (→Od-Theater in Basel, Regie: →Hans-Dieter Jendreyko/→Stephan Müller), 1989 Ignaz Fessel in Bronnens "Vatermord" (→Theater an der Winkelwiese Zürich, Regie: Bodamer), 1991 Wachtmeister Studer in Glausers "Unbekanntes Land" (Theater Coprinus, Regie: Horst Hawemann), 1992 Vater der Braut in Brechts "Die Kleinbürgerhochzeit" (→Seeburg-Theater Kreuzlingen, Regie: →Gregor Vogel), 1995 Josef K. in Kafkas "Der Prozess" (→Klibühni in Chur, Regie: Manfred Ferrari) und Sade in Weiss’ "Marat/Sade" (Sommertheater Schaffhausen, Regie: →Jordi Vilardaga), 1996 Wachtmeister Studer in Glausers "Die Fieberkurve" (Theater an der Winkelwiese Zürich, Regie: Caroline Weber) und Sal in Heinz Niggs "Roadworks" (multimediale Inszenierung einer freien Nachdichtung von Jack Kerouacs Roman "On the Road", →Rote Fabrik Zürich, Regie: →Kristian Krone), 1997 Titelrolle in →Anna Felders "Der Klavierstimmer" (→Berner Ensemble im Rahmen des Festivals →Auawirleben, Regie: →Beatrix Bühler), 1998 Krogstad in Ibsens "Nora oder Ein Puppenheim" (See-Burgtheater Kreuzlingen, Regie: →Leopold Huber), 1999 Squenz in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" (→Theater Hora Zürich, Regie: Nicole Tondeur/Michael Elber). K. inszenierte 1990 am →Kammertheater Stok Zürich Gogols "Aufzeichnungen eines Verrückten" 1990) und führte für das Theater Coprinus Regie 1991 bei Dylan Thomas’ "Unter dem Milchwald" und 1994 bei E. T. A. Hoffmanns "Seliger Augenblick des Wiedersehens". Diverse Film-, Fernseh- und Hörspielrollen.



Autor: Jean Grädel



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Grädel, Jean: Daniel Kasztura, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 968–969.

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